Wegen ihm kamen nicht wenige nach Laufen an die Verleihung des 30. Baselbieter Sportpreises. Und zumindest etwas enttäuscht waren sie schon, als sie zu Beginn erfuhren, dass der diesjährige Träger des Hauptpreises wegen einer Verpflichtung mit dem Schweizer Fernsehen nicht anwesend sein konnte.

Die Rede ist von FCB-Legende Marco Streller, der im vergangenen Sommer seine glanzvolle Karriere beendet hat. Ohne Streller mangelte es in Laufen, wo die Feier zum zweiten Mal nach 2002 stattfand, etwas am Glanz der Prominenten. Nicht aber an beeindruckenden Leistungen.

Da sind zum Beispiel die drei Träger der Anerkennungspreise: Der Liesberger Kuno Cereda führte über 30 Jahre lang als Präsident den FC Riederwald, und nicht nur das: Er amtete (teilweise zeitgleich) als Vereinssekretär, Spiko-Präsident und Juniorenobmann – und er führte gemeinsam mit seiner Frau das FC-Beizli im Riederwald.

Riesig ist auch das Engagement von Daniel Bütikofer (40) in der Langlaufgruppe Lausen. Der Nachwuchstrainer und Vereinsfunktionär scheut keinen Aufwand, den Langlaufsport im schneearmen Baselbiet zu fördern. Das Engagement zeitigt Erfolge: Mit Mario Dolder startet ein Mitglied der Lausner Langlaufgruppe regelmässig im Biathlon-Weltcup.

Und da ist der Niederdörfer Bruno Schindelholz, der sich als Trainer, Coach und «Vereinsmuni» in der Leichtathletik engagiert. Schindelholz war einst einer der besten Zehnkämpfer der Schweiz, seine vor über 30 Jahren erzielten 7584 Punkte stellen noch heute Vereinsrekord bei den Old Boys Basel dar.

Dass das Baselbiet über herausragenden Nachwuchs verfügt, zeigt die Vergabe der Förderpreise: Drei der vier Preise gehen an die drei Orientierungsläufer Tino Polsini, Chamuel Zbinden und Sofie Bachmann. Das Baselbiet gilt seit längerem als OL-Hochburg; die Aufbauarbeit trägt offensichtlich Früchte. Der vierte Anerkennungspreis geht an den Sissacher Maurice Rösch. Der 18-Jährige ist die grosse Schweizer Nachwuchshoffnung im Karate.