Der Final hätte spannender nicht sein können. Bis knapp eine Stunde vor der Preisverleihung waren die Teilnehmer noch daran, die letzte Prüfung zu schreiben. Acht Jugendliche lieferten sich dabei ein spannendes Rennen um die vier Goldmedaillen, alle dicht aneinander.

Oben aus schwang am Schluss Johannes Kapfhammer und zwar deutlich. Kapfhammer wurde in den letzten drei Jahren im Freifach Robotik am Gymnasium Münchenstein intensiv gefördert.

Zuerst studieren, dann lösen

Kapfhammer fasziniert an der Informatik «ein gegebenes Problem anzugehen, zuerst intensiv darüber nachzudenken und Ideen zu entwickeln, um es zu lösen». Das war auch nötig bei den kniffligen Fragen, die die Organisatoren ausgedacht hatten.

Die Maus Stofl und der Gabelstapler

Was sich wie ein Märchenbeginn liest ist in Tat und Wahrheit eines der kniffligen Probleme, das die Junginformatiker zu lösen hatten. Die Maus Stofl, die in den Aufgaben der Informatik-Olympiade eine wichtige Rolle spielt, musste die Paletten in einem Lager zum Abtransport so bereitstellen, dass der Aufwand so klein wie möglich gehalten wurde.

Da die Halle jedoch so eng war, war die Bewegungsfreiheit des Gabelstaplers sehr eingeschränkt. An solchen Aufgaben wird die konkrete Anwendung der Informatik im Alltag sehr deutlich. Mäuse tauchen in verschiedenen Formen an der Informatik-Olympiade auf und bieten ein gefundenes Fressen für die informatikbegeisterten Jugendlichen.

Nun wartet die internationale Konkurrenz

Sieger Kapfhammer freut sich schon auf die neue Auflage der Olympiade. Sie wird bereits am 1. Oktober 2012 losgehen.

Zuerst reist Kapfhammer aber zusammen mit drei weiteren Goldmedaillengewinner im September nach Sirmione am Gardasee (Italien), um sich an der Internationalen
Informatik-Olympiade mit der Konkurrenz aus über 80 Ländern zu messen. (rsn)