Im Wald liegen Pneus und Plastikplanen herum, Metallstangen und ein Ski ragen aus dem Boden: Diese Bilder bei der früheren Mülldeponie Länzberg in Duggingen gehören der Vergangenheit an. Mitarbeiter des Forstbetriebs der Bürgergemeinde Aesch haben in den vergangenen Tagen auf dem Areal aufgeräumt und das eingesammelte Material entsorgt. Das teilt das Baselbieter Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) mit.

Auf das Vorgehen hätten sich die Gemeinden Duggingen und Aesch sowie die Bürgergemeinde Aesch nach einem Treffen vor Ort unter Federführung des AUE geeinigt. Ein wichtiger Punkt war, dass die «Waldputzete» noch vor der Brut- und Setzzeit beendet sein sollte, sie beginnt im April.

Deckschicht ist undicht

Auf die undichte Deponie aufmerksam gemacht hat Marco Agostini. Der Pfeffinger unternimmt regelmässig Touren in den Wäldern im Gebiet Angenstein. Dabei sammelt er herumliegenden Müll ein. Im Gebiet Länzberg stiess der 53-Jährige auf besonders viel Abfall. Darum meldete er seine Funde auch dem Kanton. Auch eine Landrätin wurde auf die Problematik aufmerksam.

Die Deponie Länzberg liegt vollumfänglich auf Gebiet der Gemeinde Duggingen. Grundeigentümerin des Gebiets ist jedoch die Bürgergemeinde Aesch. Somit ist sie grundsätzlich für die Entfernung und korrekte Entsorgung der Abfälle zuständig.

Genaue Untersuchung steht noch bevor

Mit dem Aufräumen ist die Arbeit aber noch nicht getan. Das AUE will den Ablagerungsstandort genauer unter die Lupe nehmen. Es schreibt, eine altlastenrechtliche Voruntersuchung werde umgehend an die Hand genommen. Ein Abschluss wird per Ende 2018 in Aussicht gestellt. Wenn die Ergebnisse vorliegen, entscheidet das Amt über weitere Massnahmen.

Im Fokus steht die Rekultivierungsschicht, die Deckschicht, die den verdichteten Müll schützen sollte. Sie wurde angelegt, nachdem die Deponie in den 1970er-Jahren geschlossen worden war. Die Deckschicht ist offensichtlich an mehreren Orten aufgebrochen. Laut AUE könnten Neuanpflanzungen die Riss-Stellen versiegeln.

Marco Agostini schreibt der bz, er glaube nicht, dass ein Auffüllen der «Löcher» mit Erde reiche. Er dankt dem AUE jedoch für die rasche Bearbeitung der Angelegenheit.