Namen nennen will die langjährige Organisatorin des Ferienpasses Laufental-Thierstein noch keine. Doch Organisatorin Cécile Jenzer ist zuversichtlich, endlich einen Nachfolger für ihr Amt gefunden zu haben. «Es spricht derzeit sehr viel dafür, dass die am kommenden Montag beginnende Ausgabe nicht die letzte sein wird», erklärt die Brislacherin. Die definitive Zusage erhalte sie aber erst, wenn die Sommerferien vorbei sind.

Damit zeichnet sich für das beliebte Angebot für schulpflichtige Kinder ein positives Ende ab. Lange hielt Jenzer, die den Ferienpass heuer bereits zum zwanzigsten Mal managt, Ausschau nach einem neuen Verantwortlichen. Schon im vergangenen Jahr wies sie darauf hin, dass für sie nach der Jubiläumsausgabe Schluss sein werde. Die Nachfolger-Suche gestaltete sich aber schwierig, was vor allem daran liegt, dass die ehrenamtliche Tätigkeit äusserst viel Zeit in Anspruch nimmt. Auch in den zurückliegenden Monaten investierte die Koordinatorin wieder mehrere hundert Stunden in die Zusammenstellung des diesjährigen Programms.

Wieder mehr Teilnehmer

Die Arbeit war nötig, damit den Schülern des Laufentals und des Thiersteins erneut ein reichhaltiges Kursangebot zur Verfügung steht. Die Kinder können Veranstaltungen aus den unterschiedlichsten Bereichen besuchen. Dazu gehören ein Hip Hop Workshop, verschiedene Ausflüge in die Natur sowie ein Blick hinter die Kulissen eines regionalen Fernsehsenders.

«Wie immer erfreuen sich die Reitkurse grosser Beliebtheit», sagt Cécile Jenzer. Allgemein seien es Anlässe mit Tieren, für die eine grosse Nachfrage bestehe. Im Vergleich zur letzten Ausgabe verzeichne man dieses Jahr mit 570 angemeldeten Kindern einen Anstieg der Teilnehmer. Von der Hochzeit Ende der Neunzigerjahre mit mehr als doppelt so vielen Besuchern ist der fünfköpfige Verein, der hinter dem Ferienpass steht, aber weit entfernt. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler werde jedoch noch zunehmen, weiss Jenzer aus Erfahrung.

Grund dafür ist die Ferien-Werk-Stadt, welche in Brislach während zweier Wochen ihre Tore öffnet. «Auf dem Gelände des lokalen Hundesportvereines kann Aktivitäten wie Torwandschiessen oder Specksteinschnitzen nachgegangen werden.» Voraussetzung ist ein Ferienpass, für den die Eltern der Kinder dieses Jahr 35 Franken ausgeben müssen. Am Preis soll sich trotz der neuen Führung nichts ändern, findet die scheidende Verantwortliche. Garantieren könne sie dies zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht. Sicher ist hingegen, dass Jenzer sich nicht sofort zurückziehen kann.

«Ich werde meinen Nachfolger zu Beginn unterstützen müssen», ist ihr bewusst. Auf dass der Ferienpass seine mittlerweile über dreissigjährige Geschichte fortsetzt - und auch in Zukunft noch unzählige Kinder erfreuen wird.