Zwei Lehrpersonen des Gymnasiums Laufental-Thierstein verlangen vom Baselbiet mehr Geld. Die 600'000 Franken, die der Kanton für die Finanzierung von Schullagern aufwenden wird, reichten bei weitem nicht aus. Mit einer Petition möchten Isabella Oser und André Zubler erreichen, dass die Schulen im Landkanton jährlich weitere 400'000 Franken erhalten.

Hintergrund der Meinungsverschiedenheiten ist ein Bundesgerichtsurteil vom Dezember 2017. Das höchste Schweizer Gericht ordnete damals eine Abkehr vom bisherigen Finanzierungsmodell von Schullagern an. Eltern dürfen seither nicht mehr als 16 Franken pro Lagertag in Rechnung gestellt werden. Auf einen Schlag fiel den Schulen ein Grossteil des Geldes weg, mit dem sie bisher die Lager finanzierten.

Für die Lager auf der Sekundarstufe (7. -9. Klasse) springt der Kanton Baselland nun in die Bresche und übernimmt Mehrkosten von 600'000 Franken.

Mindestens zwei Skilager

Dieser Beitrag ist Oser und Zubler jedoch nicht hoch genug. «Damit die Schulen künftig nicht auf Lager, Schulreise oder Exkursion verzichten müssen und gemeinschaftliche ausserschulische Aktivitäten weiterhin im bisherigen Umfang anbieten können, muss der Landrat mehr Mittel als bisher vorgesehen zur Verfügung stellen», schreiben die beiden in einer gemeinsamen Petition.

Die zwei Lehrer verlangen vom Kanton Baselland, dass in den drei Sekundarschuljahren mindestens zwei Skilager und mindestens ein Sommerlager durchgeführt werden sollen. Um dieses Angebot gewährleisten zu können, soll ein zusätzlicher jährlicher Betrag von 400'000 Franken vom Kanton bereitgestellt werden. Die beiden Petitionäre haben vor, in den kommenden Wochen überall im Baselbiet Unterschriften zu sammeln.

Während bei den Lagern auf der Sekundarstufe der Kanton Baselland Träger ist, wird die Primarstufe jeweils von den Standort-Gemeinden getragen. Der Baselbieter Regierungsrat wünscht sich, dass die Gemeinden für die Primarstufe ebenfalls Massnahmen treffen, um künftig die Schullager zu finanzieren. Ob sie die anfallenden Mehrkosten übernehmen, ist jeder Gemeinde selbst überlassen.