Im Saal ist es dunkel. Auf der Bühne eine Gruppe aus zehn Jugendlichen mit neonfarbenen Jacken. Das Publikum wartet gebannt. Die Gruppe beginnt zu tanzen, bewegt sich mit dem Beat, und die Haare der Mädchen fliegen wild umher.

Am Mittwoch fand zum fünften Mal der Schultanzwettbewerb School Dance Award 2014 in der Sporthalle Stutz in Lausen statt. Dies unter den Augen von Landratsvizepräsidentin Daniela Gaugler und Landrätin Regina Werthmüller. Beinahe drei Stunden mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Sekundarstufen I und II der Kantone Baselland, Basel-Stadt und Solothurn bibbern.

Um 17 Uhr wurde das Resultat bekannt: Dieses Jahr geht der School Dance Award 2014 an zwei Gruppen: No Boys allowed der Sekundarschule Reinach und Liquid Diamond’zzz der Sekundarschule Birsfelden. Beide erreichten 68.5 Punkte. Die Sekundarschule Reinach gewinnt somit zum vierten Mal hintereinander den School Dance Award.

Die besten Gruppen der drei Kantone dürfen ausserdem ein weiteres Mal ihre Talente auf einer Bühne präsentieren: Sie sind für das Finale des School Dance Awards 2014 der Nordwestschweizer Kantone vom 22. März in Bern qualifiziert. Für diesen Triumph mussten die Schülerinnen und Schüler aber auch tanzen, was das Zeug hält. Denn die vierköpfige Fachjury achtete auf mehrere Bewertungskriterien wie zum Beispiel Ausstrahlung, Ausführung und Synchronität oder auf den Schwierigkeitsgrad der Choreografie.

Verrückte Accessoires

Dieses Jahr tanzten elf Gruppen aus dem Kanton Baselland, fünf aus Basel-Stadt und zum ersten Mal auch drei aus dem Kanton Solothurn mit. Die insgesamt 229 Schülerinnen und Schüler beeindruckten mit originellen Tanzschritten das laut jubelnde, mitfiebernde und wippende Publikum. Spannung und Unterhaltung waren garantiert.

Die Gruppen traten mit bunten, verrückten, knalligen und einfallsreichen Outfits auf der Bühne auf und gaben in den drei bis viereinhalb Minuten ihr Bestes. Und auch verrücke Accessoires fehlten nicht: Mit Schirmen, High Heels, Masken oder speziellen Make-ups leisteten die jungen Tänzer eine eindrückliche Gesamtperformance. Eine Tanzleiterin gab auf der Bühne zu verstehen, wie wichtig das Tanzen für die Jugendlichen ist: «Es gibt schon Phasen, in denen man die Schüler anspornen und etwas unter Druck setzen muss. Aber dennoch machen sie es alle aus Leidenschaft.»

Männliche Wesen waren in den 19 Tanzgruppen nicht viele anzutreffen. Nur etwa 25 Jungs tanzten in verschiedenen Gruppen mit. Eine Schülerin der Sekundarschule Pratteln meinte: «Wir tanzen eben zu anspruchsvoll für die Jungs.»

An einer Jugendveranstaltung dürfen natürlich auch die Jugendwörter nicht fehlen. Als die Gruppe Swagaholic auf der Bühne stand, samt Mützen mit der Aufschrift «Swag», wurde dem Publikum selbstverständlich dieser Begriff erklärt. Er steht für eine «beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung».

Die Tanzprojekte wurden von den Schülern des freiwilligen Schulsports, gemeinsam mit einer Leiterin und einem Leiter der jeweiligen Sekundarschule einstudiert und über mehrere Wochen geübt. Nicht nur Teamwork spielte dabei eine grosse Rolle, sondern auch, dass man gemeinsam in der Gruppe etwas erreichen kann.