Ines Camprubi, die Geschäftsführerin der Sport- und Volksbad Gitterli AG in Liestal, hat gemischte Gefühle, wenn sie nach der bisherigen Bilanz der Gartenbad-Saison gefragt wird. «Der Mai und der Juni waren dieses Jahr verregnet wie selten zuvor. In den beiden Monaten hatten wir 8000 weniger Eintritte als 2015», teilt sie mit. Auch im Juli registrierte das «Gitterli» 8000 weniger Besucherinnen und Besucher als im gleichen Monat des Vorjahres. «Zwar begann der Juli sonnig, wir spürten aber, dass die Leute in den Ferien waren», konstatiert Camprubi.

Letztes Jahr war viel besser

Waren 2015 an Spitzentagen über 3000 Personen im Liestaler Gartenbad zu Gast gewesen, so waren es heuer bloss gut 2000. Schon bei 1000 Eintritten sprach die Geschäftsführerin von «guten Tagen». Ines Camprubi hofft, wenigstens 60 000 Eintritte (Vorjahr: 68 000) erreichen zu können, obwohl die bisherige Marke erst bei 37 000 steht. «Wir brauchen sicher noch vier gute Wochenenden», meint sie.

Auch das Freibad in Laufen verzeichnet bis jetzt 37 000 Eintritte. Chef-Badmeister Matthias Jermann schliesst aus, dass man heuer an die letztjährige Zahl von 72 000 Besuchenden herankommt. Für ihn ist die diesjährige Saison «nicht berauschend», primär wegen des schlechten Wetters im Juni. «Der Juli war gut, aber Mitte Monat gab es einen Knick, weil viele in den Ferien waren», erzählt Jermann. Spitzentag war der 23. Juli, als 2100 Personen in die Laufner Badi pilgerten. Diese profitiert von Welschen und sogar Elsässern, die das Gartenbad im Laufental den nähergelegenen Bädern vorziehen.

«Eine Katastrophe»

Von einer «Katastrophe» redet Aldo Battilana, Betriebsleiter des Gartenbads Reinach. «Es lief viel weniger als letztes Jahr. Und in den Ferien ist ohnehin nicht viel los, weil die Leute weg sind», sagt Battilana und nennt ein paar Zahlen: Die Reinacher Badi wird im Juni in der Regel von 20 000 bis 24 000 Personen besucht – heuer waren es bloss 7000. Der Juli schlägt gewöhnlich mit 24 000 bis 34 000 Eintritten zu Buche – dieses Jahr kamen 24 000 Schwimmer und Badende. Am Spitzentag im Juli wurden 3200 Leute gezählt.