Ein ganzes Paket an Abstimmungen kommt auf die Baselbieter Stimmberechtigten zu, die am 10. Februar gleich über fünf kantonale Vorlagen zu entscheiden haben. Bei den zwei Staatsverträgen zur gemeinsamen Gesundheitsversorgung von Baselland und Basel-Stadt sowie zur Spitälerfusion und zum Gesetz über die Beteiligung an Spitälern geht es darum, die Gesundheitsplanung in der Region auf neue Beine zu stellen. Während die gemeinsame Gesundheitsversorgung unbestritten ist, gehen bei der Fusion des Kantonsspitals Baselland (KSBL) und des Universitätsspitals Basel (USB) die Wogen hoch – sowohl auf dem Land als auch in der Stadt, wo über die beiden Staatsverträge ebenfalls am 10. Februar abgestimmt wird.

Pikant dabei ist, dass sich im Baselbiet die SP für und die FDP gegen die Fusion der beiden Spitäler aussprechen, während es in Basel-Stadt genau umgekehrt ist. Im Kanton Baselland sind auch die Grünliberalen gegen einen Zusammenschluss. Das Gesetz über die Beteiligung an Spitälern erhält nur seine Gültigkeit, wenn von der Stimmbevölkerung auch die Fusion von KSBL und USB angenommen wird.

Umstritten sind im Baselbiet ebenfalls das Gesetz über die Einführung einer Mehrwertabgabe sowie die Initiative für einen Ausgleich der Sozialkosten, der ein Gegenvorschlag gegenübergestellt wird. Zu den Planungsmehrwerten, wie sie der Landrat beschlossen hat, sagen nur gerade SVP und FDP Ja. Bei der Ausgleichsinitiative sind SVP und FDP dagegen. Die beiden Parteien lehnen auch den Gegenvorschlag ab. Die BDP sagt Nein zur Initiative, aber Ja zum Gegenvorschlag. Die CVP und die Grünliberalen setzen voll und ganz auf die Ausgleichsinitiative, indem sie diese unterstützen und Nein zum Gegenvorschlag sagen.