Überraschend kommt die Mitteilung nicht: Die Leitung der Baselbieter FDP hat sich auf den Oberwiler Landrat Paul Hofer (70) als Nachfolger der abtretenden Kantonalpräsidentin Christine Frey geeinigt. Er tritt als einziger offizieller Kandidat zur Wahl am Parteitag vom 17. August in Liestal an. Damit wird diese zur Formsache.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich der Chef eines Startup-Unternehmens als einzige wirkliche Alternative für die Frey-Nachfolge herausgestellt. Zwar schreibt die Baselbieter FDP in einer Mitteilung vom Mittwoch, dass in verschiedenen Hearings mehrere Bewerberinnen und Bewerber «auf Herz und Nieren geprüft» worden seien.

Eine ernsthafte Gegenkandidatur zu Hofer wurde indes nie öffentlich gemacht, selbst wenn der wesentlich jüngere Pfeffinger Landrat Rolf Blatter (55) ebenfalls ein gewisses Interesse am Amt signalisiert hatte. Nun habe sich die Findungskommission, in der Peter Issler (Kommissionspräsident und Parteiratsmitglied), Regierungsrätin Monica Gschwind, Nationalrätin Daniela Schneeberger, Landrat Rolf Richterich und Kassier Jörg Felix sassen, einstimmig auf Hofer als «die für das Präsidentenamt geeignetste Person» geeinigt.

Nicht zuletzt sei Hofer, der seit Oktober 2014 für die FDP im Landrat sitzt, aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Sekretär der FDP Basel-Stadt für das Amt qualifiziert.

Frey hatte ihren Rücktritt im März mit dem immer grösseren Engagement im eigenen Unternehmen begründet, das Architektur-Dienstleistungen für Spitäler und Heime anbietet. Die Münchensteinerin führt die Partei seit 2012 als gewählte Präsidentin; ein Jahr zuvor hatte sie das Präsidium interimistisch von Michael Herrmann übernommen.