Erst vor einer Woche musste das Familienunternehmen List AG, das in Arisdorf 70 Angestellte beschäftigt und just dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, offenlegen, dass es seinen Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen könne und etwa die Märzlöhne noch nicht gesichert seien. Die Schliessung des Hauptsitzes sei «unvermeidlich», sollte es nicht gelingen, mittels einer Auffanggesellschaft zumindest einen Teil des Unternehmens zu retten (bz berichtete).

Dass man nun mit der Jakob Müller AG – dem mit über 1000 Angestellten weltweiten Marktführer der Band- und Schmaltextilienindustrie und selbst ein Familienunternehmen – «grundsätzlich übereingekommen ist», bezeichnet die List AG selbst als «Silberstreifen am Horizont». Auf Nachfrage betont Sprecherin Claudia Bracher: «Noch ist es erst eine Absichtserklärung.» Die Zeichen stünden aber gut, denn «sonst würde die Jakob Müller AG nicht mit ihrem Namen hinstehen». Noch müssten aber die Verhandlungen mit Anspruchsgruppen wie Kunden, Partnern und Behörden geführt werden. Stehen soll der Deal bis Ende April.