Dreimal sagt das Baselbieter Stimmvolk Nein zu den Bildungsinitiativen. Das hindert den Kopf des Komitees «Gute Schule Baselland» nicht, für den Abend ein Fest anzukündigen. Jürg Wiedemanns Begründung: Die Annahme des regierungsrätlichen Gegenvorschlags, der die maximalen Klassengrössen statt auf 22 auf 24 begrenzen wird, dürfe sich sein Komitee auf die Fahnen schreiben. Im anderen Lager schüttelt man darüber nur den Kopf. Michael Herrmann, Co-Präsident des Nein-Komitees, bricht gar in Gelächter aus, als er von den Siegerinterviews Wiedemanns hört. «Die machen sich etwas vor. Sie haben mit ihren drei Initiativen deutliche Schlappen erlitten.» Die Initiativen wollten verhindern, dass Schüler künftig «zwangsverschoben» werden. Zudem sollten die maximalen Klassengrössen auf 22 Schüler beschränkt und die Klassenlehrer um eine Lektion entlastet werden. Herrmann hatte sich im Vorfeld der Abstimmung skeptisch gezeigt. Das Komitee «Gute Schule Baselland» hatte sehr früh mit seiner Kampagne begonnen und 2000 Plakate im ganzen Kanton aufgehängt. Herrmann zeigte sich erleichtert, dass das «Wettrüsten» mit den Plakaten keinen Erfolge gezeitigt habe. Die «Gute Schule Baselland» hatte es bis zum Abstimmungssonntag dank Spenden auf ein Budget von über 60000 Franken gebracht. Das Nein-Komitee wollte sein Budget nicht offenlegen.