Nun folgt auch die Bau- und Planungskommission dem Vorhaben der Baselbieter Regierung, den Standort «Stutz» in Blauen im Richtplan für die Errichtung einer Inertstoffdeponie festzuhalten. Die betroffenen Gemeinden Zwingen und Blauen hätten es lieber gesehen, wenn der Standort «Schäftlete mit Erweiterung Chlus» für die Deponie vorgesehen worden wäre.

Gegen das Gebiet «Stutz» kämpften sie mit zwei Hauptagrumenten: Einerseits fürchten sie das zusätzliche Verkehrsaufkommen, andererseits würde die Errichtung einer Deponie an diesem Standort die Stilllegung der Quellen «Bernhardsmätteli» und «Pfandel» zur Folge haben, die 60 bis 80 Prozent des Zwingner Wasserverbrauchs decken. Gegen Letzteres lag eine Petition der Burgergemeinde und der Gemeinde Zwingen mit 611 Unterschriften vor, welche die Bau- und Planungskommission ebenfalls behandelte. Sie sagte zwar, dass es unbestritten sei, «dass die Aufgabe der Trinkwasserquellen zu bedauern ist».

Grösse ist entscheidend

Allerdings erklärte die Kommission die Deponiegrösse zum entscheidenden Kriterium. «Je grösser das Volumen einer Deponie, desto leichter wird der Kanton sein übergeordnetes Ziel erreichen», heisst es im Kommissionsbericht. Beim Standort «Stutz» würde dies 20 Millionen Kubikmeter betragen, beim Standort «Sunnerai» (Zweitplatzierter im Ranking der Regierung) noch 13 Millionen und beim Standort «Schäflete mit Erweiterung Chlus» gerade einmal 1,65 Millionen. Mit dem Standort «Stutz» wäre der Bedarf an Deponien des Kantons im Planungsgebiet West für die nächsten 20 Jahre gedeckt.

In Sachen Quellen führt die Kommission unter anderem auch ins Feld, dass bei diesen relativ teure Investitionen anstehen und dass sie zurzeit nur mit einer provisorisch erteilten Bewilligung der Lebensmittelaufsichtsbehörde betrieben werden. Schliesslich schloss sich die Kommission mit 9:3 Stimmen der Regierungsvorlage an.