«Unser Ziel sind 20 Sitze», sagt Saskia Schenker. Die Interimspräsidentin der FDP Baselland macht Potenzial für je einen Sitzgewinn in den Wahlkreisen Allschwil, Muttenz und Sissach aus. Vor vier Jahren gewann die FDP im Landrat drei Mandate dazu, nachdem sie 2011 von 20 auf 14 abgesackt war.

Bei der Regierungsratswahl unterstützt die Partei das bürgerliche Viererticket mit den Bisherigen Monica Gschwind (FDP), Anton Lauber (CVP) und Thomas Weber (SVP) sowie mit dem neu kandierenden Thomas de Courten (SVP). Die Freisinnigen empfehlen, auf dem Stimmzettel die fünfte Linie leerzulassen; sie setzen sich weder für den Grünen Isaac Reber (bisher) noch für die SP-Bewerberin Kathrin Schweizer ein.

Die Parteispitze mit Saskia Schenker und Vizepräsidentin Naomi Reichlin sowie die Landräte Andreas Dürr, Marc Schinzel und Balz Stückelberger referierten an einer Medienkonferenz in Münchenstein über die Themen, auf welche die FDP in der kommenden Legislatur ein besonderes Augenmerk richten wird. Schenker fordert ein wettbewerbsfähiges Steuersystem – Reichlin eine Bildung, die mit der Digitalisierung Schritt hält.

Stückelberger sprach über die Wirtschaftspolitik und meinte, «dass der Kanton bei der Innovation den grössten Nachholbedarf, aber auch grosses Potenzial hat». Wirtschaft sei die Grundlage für uns alle. Dürr liess sich über das «leidige Thema» Verkehrspolitik aus und tadelte die «Verhinderungspolitik» gewisser Kreise, ohne aber Namen zu nennen. «Wir brauchen genügend Verkehrskapazitäten und müssen vorausschauend handeln», meinte er. Es müssten ganzheitliche Lösungen her, für den öffentlichen Verkehr und für Strassen.

Schinzel machte klar, dass die FDP beim Begriff «Heimat» nicht auf das Plakative wie Alphorn, Käse oder Berge setze, sondern auf eine konsequente Ausländerpolitik. «Für die FDP sind die Ausländer eine grosse Chance und kein Feindbild.»