Die Jury hatte keine einfache Wahl, soviel stand fest. Das bezeugte auch Bernhard Fischer, Regionenleiter des Swiss Venture Clubs (SVC) an der Preisverleihung gestern Abend in der Messe Basel. Denn die nominierten Kandidaten waren allesamt spannende, gut geführte innovative Firmen (die bz stellte sie am 18. Und 21. November vor). Den ersten Preis holte sich die List AG, die Hightech-Knetmaschinenbauerin aus Arisdorf.

Silber geht an Rego-Fix, Herstellerin von hochpräzisen Spannwerkzeugen in Tenniken, Bronze an die Kanalreinigungsfirma Marquis, Füllinsdorf. Auf den weiteren Plätzen lagen CP Pumpen, Zofingen (AG); Gastrag, Basel und die HT-Holding, Baden-Dättwil (AG).

Die sechs Finalisten wurden aus 95 nominierten Unternehmen in einem aufwendigen Selektionsprozess ausgewählt. Zur Gewinnerin: Die 1966 von Heinz List gegründete Firma entwickelt effiziente Verfahren zur Verarbeitung von zähflüssigen oder klebrigen Substanzen für Grossfirmen in der chemischen Industrie, die dank der eigens erfundenen Knettechnologie viel weniger, bis gar keine Lösungsmittel benötigen – ein ökologischer und ökonomischer Gewinn.

Das Betriebsgeheimnis eines List-Knetreaktors ist das «Rührwerk» mit seinen speziell geformten Schaufeln, damit der «Teig» gut geknetet und durch den Kneter gefördert wird. Die Firma ist weltweit tätig und beschäftigt 90 Mitarbeitende. Die List AG lässt die Kneter aber durch Partnerfirmen herstellen, etwa Angenstein in Aesch, Aerni Pratteln, Halbich in Biel oder Turley in Colmar produzieren.

Nur Innovative werden nominiert

Der Swiss Venture Club (SVC), der den Preis verleiht, ist ein unabhängiger, Non-Profit-orientierter Verein «von Unternehmern für Unternehmer» mit dem Ziel, KMU als treibende Kraft der Schweizer Wirtschaft zu fördern. Eine eigentliche Bewerbung für den Prix SVC ist nicht möglich. Die Auswahl der Kandidaten erfolgt auf dem Nominationsweg durch die regionalen Jurymitglieder.

Zentrale Voraussetzung für die Nomination sind nebst einem Leistungsausweis, die Etablierung und die Nachhaltigkeit insbesondere der Innovationsgedanke und die regionale Verwurzelung. Damit wird beabsichtigt, eine Mischung aus weichen und harten Faktoren einzubeziehen.

Der erste Preis ist ein Gutschein für das Weiterbildungsangebot des Schweizerischen Instituts für KMU an der Universität St. Gallen.