Im Herbst messen sich die besten Orientierungsläuferinnen und Orientierungsläufer im Baselbiet. Ende September versuchen sie in Zwingen und Laufen, möglichst schnell das Ziel zu erreichen. Rund 250 Athletinnen und Athleten aus 25 Ländern kommen ins Laufental. Nach den Wettkämpfen vor fünf Jahren in Liestal kehrt die Weltelite zurück in die Region.

Die Läufe sind Teil des Weltcups des Internationalen Orientierungslaufverbands. Dieses Jahr besteht der Weltcup aus vier Turnieren, an denen die Athleten jeweils ein Wochenende lang in unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander antreten: Im Juni in Finnland, im August in Norwegen, im September in der Schweiz und im Oktober in China. Gleichzeitig mit den internationalen Läufen finden im Laufental auch nationale Wettkämpfe statt. Bei diesen erwarten die Organisatoren bis zu 1800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Krankenkasse als Sponsorin

Neben vielen ausländischen Spitzensportlern werden auch die besten Athleten der Schweiz im Laufental um Weltcup-Punkte kämpfen. Dazu gehören bei den Männern die mehrmaligen Weltmeister und Gesamt-Weltcup-Sieger Daniel Hubmann und Matthias Kyburz. Bei den Frauen stechen die Europameisterin Elena Roos und Sabine Hauswirth, die an den letzten Weltmeisterschaften in Lettland eine Bronzemedaille gewinnen konnte, hervor.

Vom 27. bis 29. September wird im Laufental täglich ein internationaler Lauf stattfinden. Am Freitag geht es im Gebiet Stürmechopf über die Mitteldistanz. Am Samstag wird in Zwingen und in Laufen ein Knockout-Sprintwettbewerb durchgeführt, bei dem mehrere Läufer gleichzeitig starten. Am Sonntag kommt es zu einem Sprintwettbewerb über eine kurze Distanz. Das Ziel befindet sich am Samstag und Sonntag im Laufner Stedtli.

«Wir rechnen bei den Wettbewerben in Zwingen und Laufen mit rund 5000 Besucherinnen und Besuchern», sagt Matthias Niggli. Der frühere Orientierungsläufer und Ehemann von Simone Niggli-Luder, der erfolgreichsten OL-Läuferin aller Zeiten, ist Event Director der Weltcup-Läufe im Laufental. Hinzukommen sollen tausende Zuschauer, welche die Läufe am Bildschirm verfolgen. Niggli ist zuversichtlich, dass das Schweizer Fernsehen das Turnier in der Schweiz übertragen wird.

Dass der Kanton Baselland erneut zum Austragungsort eines Weltcup-Turniers wird, liegt vor allem an der in Laufen beheimateten EGK. Die Krankenkasse feiert dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und ist Hauptsponsor der Läufe im Laufental. Simone Niggli-Luder ist seit dem Jahr 2015 als Werbebotschafterin für die EGK tätig.

Kartografin ist unterwegs

Einige lokale Vereine hätten sich schon bereit erklärt, beim Rahmenprogramm mitzuhelfen, erklärt Matthias Niggli. Man arbeite mit der Stadt Laufen, mit der Gemeinde Zwingen und dem Baselbieter Sportamt zusammen. Seit einigen Wochen ist die Kartografin Esther Wenger in den Veranstaltungsgemeinden unterwegs, um OL-Karten zu erstellen. Sie dienen später den Läuferinnen und Läufern, um sich auf dem unbekannten Gelände zurecht zu finden.