Die Verantwortlichen der christkatholischen Kirchgemeinde Laufen haben noch einen weiten Weg vor sich. Auf dem Spendenkonto für die Renovation der St. Katharinenkirche befinden sich momentan rund 15 000 Franken. Um nur die nötigsten Massnahmen am national denkmalgeschützten Gebäude umzusetzen, braucht man jedoch 600 000 Franken. 1,2 Millionen Franken wären nötig, um die Liegenschaft in der Laufner Altstadt umfassend zu sanieren.

Seit vergangenem November ist die St. Katharinenkirche am Helye-Platz geschlossen. Das Bauwerk aus dem Jahr 1698 – eines der wichtigsten barocken Gotteshäuser im Baselbiet – muss dringend renoviert werden. Es besteht die Gefahr, dass wegen maroder Balken das Dach einstürzen und die Decke runterfallen könnte. Der prekäre Zustand der Liegenschaft ist derzeit im Städtchen Laufen das wichtigste Gesprächsthema.

Anfrage an den Swisslos-Fonds

Die kleine christkatholische Kirchgemeinde Laufen mit ihren 140 Mitgliedern kann sich die Renovation nicht leisten. «Die anfallenden Kosten übersteigen unsere finanziellen Möglichkeiten bei weitem», sagt Denise Wyss, Pfarrerin der christkatholischen Kirchgemeinde. Diese sucht deshalb zurzeit verschiedenste Sponsoren, um möglichst bald mit der Sanierung beginnen zu können. Das ehrgeizige Ziel ist, dass die Kirche diesen Sommer wieder für Gottesdienste zur Verfügung steht. Dann sollen auch wieder klassische Konzerte stattfinden, für die das Gebäude dank seiner hervorragenden Akustik bestens geeignet ist. Immer wieder traten in der St. Katharinenkirche bekannte Künstler aus dem In- und Ausland auf.

In den letzten Tagen ist in 15 600 Briefkästen von Unternehmen, Institutionen, Stiftungen, Behörden und Privatpersonen im Laufental und im Schwarzbubenland ein Bittschreiben geflattert. «Wir haben aber auch den Swisslos-Fonds Baselland sowie die drei Landeskirchen angeschrieben», erklärt Christina Hatebur. Die einstige Generalsekretärin der CVP Baselland wurde eigens als Kommunikationsverantwortliche für die Sanierung der St. Katharinenkirche angestellt. Es sei wichtig, das Schreiben möglichst breit zu streuen, um genug Spenden zu sammeln.

Brote backen für die Kirche

Die christkatholische Kirche der Schweiz hat der Kirchgemeinde ein Bistumsopfer in Aussicht gestellt. Wie hoch dies sein könnte, kann Hatebur zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffern. Lokal unterstützen die drei Bäckereien Niederberger, Kern und Zemp im Laufner Stedtli die Sanierung der St. Katharinenkirche. Jeweils ein Franken der in den Lokalen erhältlichen sogenannten Katharinenbrote geht auf das Spendenkonto. Weitere Aktionen, um auf die Notwendigkeit der Sanierung aufmerksam zu machen, seien geplant.

Um den Wiedereröffnungstermin im Sommer einhalten zu können, muss in den kommenden Wochen die Spendensumme stark ansteigen. «Wir rechnen damit, dass der Umbau drei bis vier Monate dauern wird», sagt Christina Hatebur. Deshalb müssten die nötigen 600 000 Franken schon bald gesammelt sein.

Zuerst Kanton, dann Bund

Grosse Hoffnungen setzt Pfarrerin Denise Wyss in den Swisslos-Fonds Baselland. Dieser wäre eine Möglichkeit, doch noch finanzielle Unterstützung vom Kanton zu erhalten. Die christkatholische Kirchgemeinde Laufen war kürzlich bei der Baselbieter Denkmalpflege abgeblitzt. Der klamme Kanton konnte keine Subventionen für die Sanierung sprechen.

Wenn der Kanton sie nun doch noch unterstütze, seien die Chancen intakt, anschliessend auch noch Gelder vom Bund zu erhalten, erklärt die Pfarrerin. Auf eine Geldspritze aus Bern wäre die Laufner St. Katharinenkirche dringend angewiesen.