Nach der SP zeigt nun auch das Komitee Starke Schule Baselland wenig Verständnis, dass Bildungsdirektorin Monica Gschwind die beiden politischen Akteure in einem Brief Anfang November gebeten hat, «weitere Schreiben an die Lehrpersonen unseres Kantons zu unterlassen» (die bz berichtete).

Das Komitee wandte sich mittlerweile mit einer Replik, die der bz vorliegt, direkt an die FDP-Regierungsrätin: «Dass es uns künftig nicht mehr erlaubt sein soll, unsere Mitglieder, Sympathisanten und Bildungsinteressierte anschreiben zu dürfen, ist aus unserer Sicht mit dem System der direkten Demokratie unvereinbar», schliesst der Brief.

Ursprung von Gschwinds Intervention war ein Massenmail der Starken Schule an die Berufs-Adressen Hunderter Lehrer, in dem das Komitee seine politische Haltung zum Sparprogramm der Regierung kundtat. Dabei machte es Gschwinds Vorgänger Urs Wüthrich (SP) für die umstrittenen Reformen und die Sparmassnahmen im Bildungsbereich verantwortlich.

Dies wollte die SP nicht unwidersprochen lassen, weswegen sie sich ebenfalls im Internet frei zugängliche Mailadressen beschaffte und so 900 Sekundarlehrer anschrieb. Bei der Bildungsdirektion meldeten sich darauf diverse Schulleitungen und auch Lehrer, die sich über die politische Propaganda aufregten.

Im Gegensatz zur SP, die das Mail als einmalige Sache bezeichnet, nutzt die Starke Schule ihren Verteiler regelmässig. Im Brief an Gschwind benennt sie die ihrer Meinung nach wahren Schuldigen: «Für Schulleitungen, die unlauter arbeiten, kritischen Lehrpersonen Maulkörbe verpassen, ihnen drohen und sie unter Druck setzen (...) sind die Mails der Starken Schule ein Dorn im Auge.»