Am Therapie-Schulzentrum Münchenstein (TSM) soll die Unsicherheit, was die Zukunft angeht, nun ein Ende haben. Nachdem Baselland den Staatsvertrag, der die Finanzierung des TSM sicherstellt, gekündigt hatte, war bei den Betroffenen und den Angestellten Unruhe aufgekommen (bz berichtete).

Nun haben die Basler Regierungen gemeinsam mitgeteilt, es sei gelungen, die Bedenken zu zerstreuen. Der Baselbieter Bildungsdirektor Urs Wüthrich habe anlässlich eines Besuchs der Schule gemeinsam mit den zuständigen Mitarbeitern von Basel-Stadt und Baselland «gegenüber Schulleitung, Personal sowie den Eltern klargestellt, dass auch in Zukunft und in neuer Trägerschaft das Bildungs- und Therapieangebot des TSM gewährleistet wird». Dabei betonte Wüthrich offenbar auch, dass der Kanton Baselland «seine besondere Verantwortung für die Weiterführung des TSM im Interesse der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Beschäftigten wahrnehmen» wolle.

Basel-Stadt zieht mit

Andreas Loh, zuständig für die «zusätzliche Unterstützung» im Basler Erziehungsdepartement, meinte gegenüber der bz: «Dieser verwaltungstechnische Schritt hat zu Diskussionen geführt. Nun sollte eigentlich Klarheit herrschen.» Dass die Kündigung des Staatsvertrages keine Absage an eine weitere Unterstützung des TSM sei, hatte Wüthrich in den Medien bereits mehrfach geäussert. Nun ist es ihm nach Einschätzung der Regierungen offenbar gelungen, auch das Personal der TSM zu überzeugen. Die Regierung habe bereits bei der Vertragskündigung den klaren Auftrag erteilt, einen reibungslosen Übergang zu einer neuen Beitragsperiode ab 2016 zu garantieren. Andreas Loh wird einer Arbeitsgruppe angehören, die eine Anschlusslösung ausarbeiten soll: «Die Arbeitsgruppe soll nun eine konstruktive Lösung für die Zeit nach 2016 finden», umreisst er vage den Auftrag. Basel-Stadt habe ein grosses Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit Baselland und dem TSM. Das TSM Schulzentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen bietet 86 Schulplätze für mehrfach behinderte Schüler. Es ist bisher durch die beiden Träger-Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt gemeinsam geführt worden. (dre)