Ein Blick auf den derzeitigen Lehrstellennachweis beider Basel zeigt, dass in unterschiedlichsten Betrieben in der Region noch Ausbildungsplätze frei sind. Beinahe in sämtlichen Branchen konnten bis anhin nicht alle Lehrstellen besetzt werden.

Eine Häufung von fehlendem Nachwuchs ist bei traditionellen Handwerksberufen festzustellen. Die bz fragte bei betroffenen Verbänden und Unternehmen nach den Gründen für die unbesetzten Lehrstellen. Zudem wollten wir wissen, welche Auswirkungen der Mangel an Lernenden hat und mit welchen Massnahmen man der Situation begegnet.

Der Beruf des Elektronikers steht exemplarisch für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM), welche seit Jahren Mühe damit hat, genügend qualifizierte Lehrlinge zu rekrutieren. Zwar fehle es meistens nicht an Bewerbern, erklärt Ivo Zimmermann, Leiter Kommunikation beim Berufsverband Swissmem. Diese würden aber die «notwendigen Voraussetzungen für die anspruchsvollen, vierjährigen Lehren in den Industrieberufen» häufig nicht mitbringen. Es gebe zudem die Tendenz, dass leistungsstarke Schulabgänger den Weg ins Gymnasium suchen und sich gegen eine Lehre entscheiden würden. Da MEM-Unternehmen ihren Fachkräftenachwuchs vor allem über Lernende generieren, sei mittelfristig die Besetzung der Stellen im Betrieb mit Fachkräften gefährdet.

Elektronikerin/Elektroniker

Der Beruf des Elektronikers steht exemplarisch für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM), welche seit Jahren Mühe damit hat, genügend qualifizierte Lehrlinge zu rekrutieren. Zwar fehle es meistens nicht an Bewerbern, erklärt Ivo Zimmermann, Leiter Kommunikation beim Berufsverband Swissmem. Diese würden aber die «notwendigen Voraussetzungen für die anspruchsvollen, vierjährigen Lehren in den Industrieberufen» häufig nicht mitbringen. Es gebe zudem die Tendenz, dass leistungsstarke Schulabgänger den Weg ins Gymnasium suchen und sich gegen eine Lehre entscheiden würden. Da MEM-Unternehmen ihren Fachkräftenachwuchs vor allem über Lernende generieren, sei mittelfristig die Besetzung der Stellen im Betrieb mit Fachkräften gefährdet.

Für Irène Leutwyler von der baselstädtischen Sektion des Verbands Schweizerischer Coiffeurgeschäfte handelt es sich um eine Wellenbewegung. Seit zwei Jahren stellt sie einen Rückgang an Lehrlingen in ihrem Metier fest. «Das ist aber nicht aussergewöhnlich. Bereits in den Neunzigerjahren war die Nachwuchssituation prekär», erinnert sie sich. Eine Erklärung für die vielen unbesetzten Lehrstellen in beiden Basel kann Leutwyler, die seit dreissig Jahren als Coiffeuse tätig ist, nicht liefern. Fritz Sutter, Ausbildungsberater beim Baselbieter Amt für Berufsbildung und Berufsberatung, führt hingegen einen naheliegenden Grund ins Feld: «Ein Coiffeur verdient wenig.» Der Lohn sei ein nicht zu unterschätzendes Kriterium bei der Wahl einer Lehrstelle.

Coiffeuse/Coiffeur

Für Irène Leutwyler von der baselstädtischen Sektion des Verbands Schweizerischer Coiffeurgeschäfte handelt es sich um eine Wellenbewegung. Seit zwei Jahren stellt sie einen Rückgang an Lehrlingen in ihrem Metier fest. «Das ist aber nicht aussergewöhnlich. Bereits in den Neunzigerjahren war die Nachwuchssituation prekär», erinnert sie sich. Eine Erklärung für die vielen unbesetzten Lehrstellen in beiden Basel kann Leutwyler, die seit dreissig Jahren als Coiffeuse tätig ist, nicht liefern. Fritz Sutter, Ausbildungsberater beim Baselbieter Amt für Berufsbildung und Berufsberatung, führt hingegen einen naheliegenden Grund ins Feld: «Ein Coiffeur verdient wenig.» Der Lohn sei ein nicht zu unterschätzendes Kriterium bei der Wahl einer Lehrstelle.

«Neben einer gewissen körperlichen Fitness gehören dazu Zuverlässigkeit, handwerkliches Geschick und die Bereitschaft, auch mal früher aufzustehen», umschreibt Fabian Vetsch das Profil einer Fleischfachkraft. Der Sprecher des Basler Fleischwarenherstellers Bell weist darauf hin, dass es nicht einfach sei, Lehrlinge zu finden, die diese Anforderungen erfüllen. Durch die Grundbildungsreform, in deren Zusammenhang die Metzgerlehre durch die Lehre zum Fleischfachmann ersetzt wurde, werde von den Auszubildenden heute mehr verlangt als früher. Um Interesse an einer Lehre in der Fleischbranche zu wecken, stelle sich sein Unternehmen oftmals an Berufsmessen oder an Schulen vor. Auch momentan seien noch nicht alle Ausbildungsplätze belegt.

Fleischfachfrau/Fleischfachmann

«Neben einer gewissen körperlichen Fitness gehören dazu Zuverlässigkeit, handwerkliches Geschick und die Bereitschaft, auch mal früher aufzustehen», umschreibt Fabian Vetsch das Profil einer Fleischfachkraft. Der Sprecher des Basler Fleischwarenherstellers Bell weist darauf hin, dass es nicht einfach sei, Lehrlinge zu finden, die diese Anforderungen erfüllen. Durch die Grundbildungsreform, in deren Zusammenhang die Metzgerlehre durch die Lehre zum Fleischfachmann ersetzt wurde, werde von den Auszubildenden heute mehr verlangt als früher. Um Interesse an einer Lehre in der Fleischbranche zu wecken, stelle sich sein Unternehmen oftmals an Berufsmessen oder an Schulen vor. Auch momentan seien noch nicht alle Ausbildungsplätze belegt.