Die Digitalisierung der Schulen sei eine grosses Herausforderung, sagte Bildungsdirektorin Monica Gschwind am Donnerstag vor den Medien in Liestal. Sie beschäftige die Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) intensiv.

Konkret besprochen würden derzeit verschiedene Ausrüstungsszenarien, sagte Christoph Straumann, der in der BKSD für Informatik zuständig ist. Dabei gehe es um die Frage, ob der Kanton das Betriebssystem festlegen soll oder ob die Schulen freie Hand erhalten sollen. Ein Entscheid dazu soll vor dem Sommer fallen.

Flächendeckend ausgerüstet werden soll vom Kanton die Sekundarstufe I. Insgesamt müssen rund 7500 Tablets angeschafft werden. Die BKSD geht derzeit davon aus, dass diese Beschaffung mit den zur Verfügung stehenden Mitteln finanziert werden kann, wie sie im vergangenen Jahr in einer Interpellationsantwort festgehalten hatte.

Kollaborationsplattformen

An den weiterführenden Schulen laufen derzeit dagegen Pilotklassen, bei denen die Lernenden ihre eigenen Computer mit in die Schulen nehmen. Lehrpersonen sollen jedoch auch auf Sekundarstufe II persönliche Standartgeräte erhalten.

Geplant ist an den Schulen im Weiteren die Einführung der Kollaborationsplattformen von Office365. Dies soll Schülerinnen und Schülern gemäss Straumann etwa ermöglichen, gemeinsam und gleichzeitig an Vorträgen zu arbeiten.

In einem weiteren Schritt sollen die kommunalen Schulen, also die Primar- und Musikschulen, an die bestehen IT-Services des Kantons angeschlossen werden können. Dies soll unter anderem zu gemeinsamen Zugängen zu digitalen Medien von Lehrmittelverlagen führen. Derzeit läuft eine Machbarkeitsstudie.

Klärung von Datenschutzfragen

Durchleuchten will der Kanton im Rahmen der Digitalisierung auch den Datenschutz an den Schulen. Ein entsprechendes Projekt ist in den vergangenen Wochen gestartet worden, wie Straumann weiter sagte. Verschiedene Themenbereiche sollen besprochen werden, um daraus Handlungsbedarf abzuleiten.

Definiert werden sollen Grundsätze in Sachen Datenschutz, die an Bedürfnisse und Praxissituationen der Schulen angepasst sind. Dabei werde geprüft, ob gesetzliche Vorgaben nötig und sinnvoll sind. Verbessert werden sollen im Weiteren die technischen und organisatorischen Prozesse.