Dornach macht als zweite Gemeinde der Region ernst gegen die umstrittene Kabelnetzbetreiberin InterGGA: In einem Pressekommuniqué teilte der Gemeinderat noch vor der Gemeindeversammlung vom Mittwoch mit, dass er «vorerst befristet für ein Jahr die bestehenden Angebote der Improware auf dem Netz der Gemeinde» beibehalten werde.

Mit diesem provisorischen Entscheid gegen die neue Providerin der InterGGA, Quickline, will sich der Gemeinderat mehr Zeit verschaffen, «um die bestmögliche Lösung für die Dornacher Kunden festzulegen». Der Bezug der Quickline-Produkte ist damit 2015 in Dornach nicht möglich.

Sowohl für Fernseh- und Radio-, als auch für Internetkunden seien deshalb keine Änderungen zum Jahreswechsel nötig. Mit jenen Kunden, die bereits zu Quickline gewechselt seien, werde die Gemeinde Kontakt aufnehmen.

Dieser Entscheid ist insofern bemerkenswert, als in allen Aktionärsgemeinden der InterGGA im Birs-, Birsig- und Leimental derzeit von Einwohnern Anträge an die Gemeindeversammlungen vorbereitet werden, um die politische Entscheidungsgewalt über den Provider in die eigene Hand zu nehmen. (bob)