Zum wievielten Mal findet das Waldenburgertreffen in Ihrem Wohnort statt?

Andrea Kaufmann: Zum zweiten Mal nach 2012. Es ist das insgesamt fünfte Waldenburgertreffen, seit 2010 wird es alle zwei Jahre durchgeführt.

Was ist der Ursprung dieses Anlasses?

Vor 13 Jahren besuchte unser Gemeinderat erstmals den Weihnachtsmarkt in Waldenburg Hohenlohe. Seit dann betreiben wir dort einen Stand, an dem wir Schweizer Käse und eigenen «Chlöpfmoscht» verkaufen. Als Gemeinderätin bin ich seit 2007 jährlich an diesen Markt dabei. Ein Jahr später kam die Idee auf, dass es doch schön wäre, wenn wir uns bei höheren Temperaturen treffen und vermehrt die Bevölkerung miteinbeziehen könnten. Eine Vertretung aus Waldenburg Sachsen ist auch jeweils mit einem Stand am Weihnachtsmarkt in Hohenlohe präsent. Das sind stets lustige Begegnungen. Danach kam 2010 das erste Waldenburgertreffen in Sachsen zustande.

Gibt es noch weitere Ortschaften mit dem Namen Waldenburg?

Ja, in Tschechien und im polnischen Schlesien gibt es auch Orte mit diesem Namen. Zu unserem ersten Waldenburgertreffen im Baselbiet hatten wir auch Waldenburg aus Polen eingeladen und unser Schreiben extra übersetzen lassen. Leider kam keine Rückmeldung, das war schade.

Tauschen sich die drei Gemeinden auch durchs Jahr aus?

Eher spontan bei speziellen Anlässen. Der Austausch findet vor allem auf der kulturellen Ebene statt. Unsere Familie verbringt regelmässig Ferien in Hohenlohe, weil wir dort gute Freunde gefunden haben.

Können die drei Waldenburg voneinander profitieren?

Sie sind nicht vergleichbar, die politischen und organisatorischen Strukturen zu unterschiedlich. Ein Bürgermeister ist dort vollamtlich angestellt und hat viel mehr Kompetenzen als wir im Gemeinderat.

Nimmt an den Waldenburgertreffen primär ein Stammpublikum teil?

Der harte Kern kommt jedes Mal, aber es sind immer wieder neue Gesichter zu sehen – auch bei uns. Für auswärtige Treffen bringen wir allemal einen Car voll.
Wie viele Gäste erwarten Sie?
Rund 100. Ihnen müssen wir Unterkünfte zur Verfügung stellen. Das ist eine grosse Herausforderung, so viele zu finden.

Wie bringt sich Ihre Dorfbevölkerung ein?

Die Vereine helfen tatkräftig mit. Das OK besteht aus dem Gemeindeverwalter, fünf Privatpersonen und mir.