Nachdem der ehemalige Kirchengemeinderat der römisch-katholischen Kirchgemeinde Duggingen die Kirchen-Kasse um 342'000 Franken erleichterte, musste er sich wegen Veruntreuung verantworten. Nun wurde der 42-jährige Mann heute Nachmittag vor dem Baselbieter Strafgericht wegen Veruntreuung und Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten auf zwei Jahre Bewährung verurteilt, wie das Portal «Onlinereports» berichtete.

Der Kirchen-Kassier verwendete das Geld für Schulden und zum Vergnügen - auch Freunden wurde dieses ausgeliehen. Er hat während zwei Jahren das Geld aus dem Konto der Kirche abgezweigt.

Der Nebenangeklagte und Kickbox-Weltmeister Shemsi Beqiri, der auch in diesem Fall verwickelt war, wurde wegen Falschbeurkundung angeklagt, nachdem er dem Angeklagten für 135'000 Franken ein Grundstück abkaufte. Probleme bereitete eher die Beweislage dieses Falls - Beqiri konnte ein Dokument vorweisen, wonach seine Familie ein Grundstück im Kosovo verkauft habe. Somit konnte Beqiri vorweisen, das Grundstück bezahlen zu können.

Der Angeklagte erhob schwere Vorwürfe gegen den Kickbox-Weltmeister und behauptete, dass der Kaufpreis von 135'000 für das Grundstück nach Anmeldung beim Grundbuchamt nie bezahlt wurde. Beqiri erklärt, er habe den Preis nicht bezahlt, weil abgemacht war, seine Schulden beim Bau des Hauses abzubezahlen. Beqiri wurde freigesprochen. (ska)