Die Arbeiten für die neue Eishalle in Sissach laufen auf Hochtouren. Der Bau kann bereits auf die kommende Wintersaison hin eingeweiht werden, nachdem der ursprüngliche Plan den Eröffnungszeitpunkt noch auf Herbst 2019 vorgesehen hat.

Die Referendumsabstimmung über den Kredit von 8,7 Millionen Franken, die den zuvor erfolgten Gemeindeversammlungsbeschluss bestätigt hat, liegt über 20 Monate zurück. Da ging der 100er-Club, der Geld für die Eishalle zusammengetrommelt hatte, fast vergessen.

Ein eigener Club für die Privaten

Initiant Ruedi Graf überraschte gestern mit einer Mitteilung. Darin lässt er die Öffentlichkeit wissen, dass sein Club inzwischen auf 133 Mitglieder angewachsen ist und diese insgesamt über 130'000 Franken zugesichert haben. Jede Person verpflichtete sich, 1000 Franken zu bezahlen. Die Gruppe wurde in 133er-Club umbenannt.

«Ich freue mich riesig über die grosse und breit abgestützte Solidarität gegenüber der Kunsti Sissach», meint Graf stolz. Exakt sind es 133'611 Franken, 95 Prozent davon bereits einbezahlt. Mit diesem Resultat kommen von Dritten total 2,2 Millionen Franken zusammen, sodass der Gemeinde Sissach noch 6,5 Millionen übrig bleiben. Im Oktober 2015 hiess das Ziel noch, von Kanton, umliegenden Gemeinden, Gewerbe und Privaten vier Millionen Franken zu sammeln, was sich jedoch als krasse Fehleinschätzung entpuppte. Ein knappes Jahr später wurde zurückgerudert, man redete plötzlich nur noch von 2,1 Millionen. Dies provozierte schliesslich auch das Referendum.

Geld fliesst in Baukredit

Der 133er-Club besteht zu 70 Prozent aus Männern und zu 30 Prozent aus Frauen. Vertreten sind Einzelpersonen, Paare, Unternehmen und Vereine aus 30 Gemeinden und Städten, auch ausserkantonalen. Die Hälfte des Geldes stammt aus Sissach. Ruedi Graf, der ebenfalls Vizepräsident des Patronats Kunsteisbahn Sissach ist, hat im Herbst 2015 den 100er-Club gegründet. Dieser und das Patronat, ein Verein, verfolgten dasselbe Ziel: Geld sammeln für den Ausbau der Kunsti zu einer geschlossenen Eishalle.

Für Sissachs Gemeindepräsident Peter Buser ist «schön, dass sich auch nach der Zeit des politischen Wegs Leute noch engagieren», um Geld für die Eishalle zu sammeln. Die gut 133'000 Franken kommen voll dem Baukredit zugute. Etwas anderes sei nicht kommuniziert worden, betont Buser.