Vermittelt wurde der Umwelt-Einsatz in der östlichen Ecke der Schweiz und auf rund 1700 m ü.M. durch die Stiftung Umwelt-Einsatz Schweiz. Die der Ortsbürgergemeinde Sargans gehörende schöne Alp Tamons umfasst knapp 10 Quadratkilometer Weide und Wald.

Als Unterkunft diente etwas weiter unten das Pfadiheim Parmort, wo die 18 Schülerinnen und 4 Schüler in wechselnden Gruppen selber kochten.

Die verantwortliche Leitung des Lagers hatten Sandra Moine, Klassenlehrerin und Urban Willi, Biologielehrer, inne. Für die Personen- und Materialtransporte stellte sich der regionale Zivilschutz zur Verfügung.

Gute Stimmung trotz Regen

Der sonst herrliche Rundblick über das Bergpanorama konnte in dieser Regenwoche nicht allzu häufig genossen werden. Bei einem Besuch vor Ort am zweitletzten Lagertag war eine aufgestellte Stimmung festzustellen, obwohl es an diesem Tag wieder einmal sporadisch regnete, Graupelschauer einsetzte und gar noch Schneeflocken fielen.

Nicht gerade ein ideales Umfeld für ein romantisches Alpen-Picknick (das Mittagessen wurde jeweils im «Feld» eingenommen).

Klassenlehrerin Sandra Moine betätigt sich, assistiert vom Sarganser Ortsgemeindepräsidenten Heinz Lutz, als «Schöpferin». Gegessen wird im improvisierten Speisewagen.

Klassenlehrerin Sandra Moine betätigt sich, assistiert vom Sarganser Ortsgemeindepräsidenten Heinz Lutz, als «Schöpferin». Gegessen wird im improvisierten Speisewagen.

So dienten die Transportfahrzeuge des Zivilschutzes als improvisierte Essräume, was der fröhlichen Unterhaltung keinen Abbruch tat. Bei dieser Gelegenheit war zu erfahren, dass die jungen Leute das Lager- und gemeinsame Arbeitsleben als spannend und «einmal etwas anderes» empfanden, auch wenn die körperliche Arbeit zum Teil als recht streng beschrieben wurde.

Klassenlehrerin Sandra Moine äusserte sich lobend über den guten Teamgeist, die Einsatzfreude und auch die Disziplin ihrer Klasse.

«Gute Arbeit geleistet»

Zufrieden bis überrascht über den Einsatz der Schulklasse zeigten sich auch die Alpen- und Forstprofi, welche mit ihren Motorsägen vorspurten und die nötigen Arbeitsanleitungen gaben. Mit Komplimenten sonst eher zurückhaltend und nicht als Schönredner bekannt, meinten sie anerkennend: «Ihr habt wirklich gute Arbeit geleistet». Und dies erst noch bei meist widrigen Wetterverhältnissen.

Ein schönes Stück Weidefläche, durch die wegen starken Staudenwuchses kaum mehr ein Durchkommen war, kann jetzt wieder genutzt werden, worüber sich auch Ortsbürgerpräsident Heinz Lutz sehr erfreut zeigte.

Apropos Kälte und Regen: Die vom Zivilschutz zur Verfügung gestellten wasserdichten Schutzkleider und auch Militärwesten bildeten vor allem für die Mädchen ein ungewöhnliches Outfit - sie fanden das Design der besonderen Art cool. Diese Sonderwoche im fernen Sarganserland wird allen Beteiligten sicher noch lange in Erinnerung bleiben.