Gerade das Dreiländereck wurde durch diesen Krieg verändert wie nie zuvor. Insgesamt über 20 Ausstellungen in drei Ländern zwischen Speyer und Liestal tragen diesem Grossereignis Rechnung.

So wird das Historische Museum Basel (hmb) die sozialen Veränderungen in der Schweizer und Basler Bevölkerung aufgrund des Ersten Weltkriegs beleuchten; das Museum der Kulturen widmet sich der Kriegsweihnacht. Im Baselbiet setzt man vor allem auf regionale Historie in Bildern.

Was die Grosseltern noch wussten

Über vier Wochen gegen Ende des kommenden Jahres wird im Museum Baselland in Liestal eine Projektion von historischen Fotografien aus verschiedenen Baselbieter Archiven gezeigt. Die Aufnahmen sollen laut Sammlungsleiterin Saskia Klaassen «eine vertiefte Auseinandersetzung mit erinnerten Bildern aus Erzählungen» aus der Zeit des Ersten Weltkrieges 1914–18 und des Landesstreiks (November 1918) auslösen.

Da es aus dieser Zeit keine Erinnerung aus erster Hand mehr gibt, soll die einmalige Veranstaltung «Nur vom Hörensagen. Was man uns Kindern vom Ersten Weltkrieg erzählte» Ende November 2014 vor allem den jüngeren Generationen eine Möglichkeit geben, mit jener prägenden Zeit in Berührung zu kommen.

Erzählen an diesem Abend werden Kinder und Enkel von Grenzsoldaten und ihren Familien, die in Dörfern allein zurückgelassen und Hunger sowie Arbeitskräftemangel überlassen waren.

Ein weiteres Abendprogramm über Carl Spittelers Vortrag zur Neutralität der Schweiz von 1914 plant das Dichter- und Stadtmuseum in Liestal. Weitere schweizerische Ausstellungen sind in Delémont geplant sowie in Porrentruy, wo das Augenmerk auf die Angst der Jurassier als Ausgelieferte zwischen den beiden kämpfenden Grossmächten Frankreich und Deutschland gerichtet sein wird.

Das Museum.BL sucht für die Projektion noch private Bilder aus jener Zeit und für den Erzählabend Menschen, die die Erinnerungen ihrer Eltern und Grosseltern mitteilen wollen.

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