Die Skulptur, die ab Samstag an der Hölzlistrasse 72 in Binningen zu bewundern ist, stellt eine menschliche Figur dar, zusammengebaut aus banalen Haushaltsgegenständen aus Metall wie Pfannen oder Lampen. Doch den ehemaligen Besitzern all dieser Objekte fiel es nicht leicht, sich von ihnen zu trennen. Denn sie sind allesamt Messies – sie können sich nicht von Sachen trennen, selbst dann nicht, wenn sie diese nie mehr verwenden werden. Mit acht solchen Messies sprach der Binninger Künstler der Skulptur, Markus Zaugg.

So brachte er sie dazu, ihm einige typische Gegenstände zu überlassen. Zaugg habe die Skulptur aus Betroffenheit gemacht, sagt Conrad Engler, ein ehemaliger Journalist, der für Zaugg die Medienarbeit erledigt. Hintergrund sei aber nicht etwa, dass Zaugg selber Messie wäre, sondern weil er ein Tabu brechen wolle. «So viele Menschen sind von dieser Krankheit betroffen», sagt Engler. «Ein klein bisschen ist ja jeder ein Messie», ist er überzeugt. «Die Skulptur richtet sich an Messie-Betroffene, an ihr Umfeld und an alle, die es zwischendurch auch mal sind.»

Vernissage Die Skulptur steht bereits im Garten der Hölzlistrasse 72. Enthüllt wird sie am Samstag um 11 Uhr.