«Knackigi Chirsi us em Baselbiet» verspricht die Migros Basel momentan. Auf dem Bild der Werbekampagne ist ein gut gelaunter Thomas Schaffner umgeben von Kirschen oder bei der Übergabe eines Kirschkörbchens an einen Mitarbeiter der Migros zu sehen. Soweit nichts Besonderes, der Juli ist traditionell Kirschenzeit im Baselbiet. Doch halt: War da nicht was mit den Kirschen? Richtig, ein grosser Teil der Kirschbäume hat Ende April unter einer Kältewelle stark gelitten. Temperaturen von Minus 7 Grad machten vielen Knospen und Blüten den Garaus. Wer durch die Kirschhaine im Baselbiet läuft, dem präsentiert sich ein trauriges Bild, fast keine Früchte sind gewachsen.

Schaffner hatte Glück mit seinen Kirschenbäumen. Wobei der Ausdruck Glück im Unglück wohl besser passen würden. Denn: «Wir konnten nur etwa ein Drittel des Ertrags eines normalen Jahres ernten», sagt der Maispracher. Rund 1200 Paraffin-Kerzen hatte Schaffner während der Kälteperiode aufgestellt, um seine Kirschbäume zu schützen. «Andere, die dies auch versuchten, haben nun aber gar keine Ernte», relativiert Schaffner die Wirkung der Kerzen. Bei ihm habe wohl vor allem die Lage seines Guts mitgeholfen.

Es liegt nicht in den Tiefen, wo sich die Kälte Ende April gesammelt hat. Aber auch nicht in einer höheren Lage, wo es grundsätzlich kälter wird. Schaffner ist überzeugt, dass die Kampagne der Migros helfe, die Ernten aus dem Baselbiet trotz allem unter die Leute zu bringen. Auch wenn deutlich mehr importierte günstigere Kirschen auf dem Markt sind, um den Bedarf zu decken.