Nach 30 Jahren kehrt der Uhrwerkhersteller Ronda in Lausen BL wieder zur Produktion von mechanischen Werken zurück. Wie Firmenchef Erich Mosset an einer Medienkonferenz an der Baselworld sagte, seien die ersten 1000 Werke bereits produziert worden – in aller Heimlichkeit in Lausen. In Stabio TI werden die künftigen Produktionslinien aufgebaut. Lausen wird ein Standort für den Komponentenbau bleiben, für Quarzuhren. Wie viele neue Arbeitsplätze entstehen werden, sei noch nicht klar.

Firmenchef Erich Mosset präsentierte die Neuerungen in der Firma an einer Medienkonferenz am Freitag.

Firmenchef Erich Mosset präsentierte die Neuerungen in der Firma an einer Medienkonferenz am Freitag.

„Wir haben eine so gute Kundschaft auf dem Quarzsektor, dass wir eine sehr gute Ausgangslage haben.“, sagt Mosset. Die Rede ist von Tag Heuer, Victorinox, Fossil, Gucci: „Wir wurden von Kunden angefragt, ja sogar bestürmt.“ Im Visier steht der Massenmarkt im mittleren Preissegment. Das Werk wird an die Uhrenmarken zu 60 Franken das Stück verkauft. „Ein Marktpreis“, sagt Mosset. Geplant ist ein Jahresvolumen von 100'000 Stück – und mehr. Die Investition beträgt 25 Millionen. Es sei ein langfristiges Projekt. Auch das Knowhow wurde und wird aufgebaut.

Für gewisse Sachen haben wir auch Zeit gebraucht, erklärt Daniel Schirmer, Technik-Chef von Ronda. Die allerersten Testserien von ein paar hundert Stück wurden in Lausen montiert.