Anita Biedert zieht ihre angekündigte Motion zurück, in der sie verlangte, dass die Nothilfe an diverse Kategorien von Asylsuchenden massiv von 589 auf 360 Franken pro Monat gekürzt werden soll.

Dies, nachdem die bz vorgerechnet hatte, dass Biedert mit ihrem Vorstoss gewissen Personengruppen wie den Ausreisepflichtigen mit abgelehntem Asylgesuch eine «Lohnerhöhung» beschert hätte, weil diese schon heute auf die minimale Nothilfe von acht Franken pro Tag gesetzt sind. Biedert sagt: «Ich habe meinen Vorstoss zurückgezogen, weil ein Wirrwarr mit den Begrifflichkeiten entstanden ist. Ich habe inzwischen aber eine zweite Motion vorbereitet.»

Diese will sie nun an der Landratssitzung morgen Donnerstag mit ihrer Fraktion besprechen, allenfalls ergänzen und an der nächsten Landratssitzung in zwei Wochen einreichen. Zu deren Stossrichtung sagt sie: «Ich will nach wie vor eine vernünftige Kürzung der Asylfürsorge proportional zur Reduktion der Sozialhilfe, wie sie Peter Riebli mit seiner überwiesenen Motion anstrebt.»

Biedert sagt, sie habe schon ihren ersten Vorstoss, der nun zum Rohrkrepierer wurde, im Vorfeld mit «x Leuten», darunter auch Fraktionsmitgliedern, besprochen. Dabei seien keinerlei Einwände gekommen. (hi)