Mit der Abweisung der Einsprachen werde auch im Raum Basel ein Sterbezimmer möglich und schwer Leidenden bleibe ein langer Krankentransport erspart, teilte die Sterbehilfeorganisation am Montag mit.

Exit führt seit 2013 ein Beratungsbüro in der Binninger Zentrumszone. Der Verein will indes einen der beiden Räume umnutzen und reichte dazu vergangenen August ein Baugesuch ein. Rund 20 Anwohner und Gewerbetreibende sowie die Gemeinde Binningen erhoben dagegen aber Einsprache.

Nach einer Informationsveranstaltung, an der Exit ihr Anliegen darlegte, wurden jedoch 15 Einsprachen zurückgezogen. Darunter war auch jene der Gemeinde. Die übrigen fünf Einsprachen wies das Bauinspektorat des Kantons Baselland laut der Sterbehilfeorganisation nun als unbegründet ab.

Die Einsprechenden hätten unter anderem das Fehlen der Zonenkonformität geltend gemacht, heisst es in der Mitteilung von Exit. Zudem hätten sie auf das Bundesgericht verwiesen, das 2010 in einem Fall in Wetzikon ZH verlangt habe, dass Freitodbegleitungen auf Industrie- und Gewerbezonen beschränkt bleiben müssten.

Das Bauinspektorat habe indes den Fall in Wetzikon mit jenem in Binningen als nicht vergleichbar erachtet. So habe es in Wetzikon fast täglich Sterbebegleitungen gegeben, in Binningen gebe es jedoch lediglich acht pro Jahr. Aus Rücksicht auf die Geschäfte sollen diese zudem ausschliesslich erst nach Ladenschluss stattfinden.

Laut Exit soll in Binningen ein Sterbezimmer eingerichtet werden, weil eine begrenzte Zahl von Basler Mitgliedern des Vereins in Pflegeheimen lebt, welche die Freitodbegleitung verbieten. Ihnen solle der mühsame und oft schmerzvolle Transport ins Exit-Sterbezimmer in Zürich erspart werden.