Die CVP bezeichnet sich als die Familienpartei. Im Fall von Philippe Adam hat das eine besondere Bedeutung: Er stammt aus einer Allschwiler CVP-Familie. Der Grossvater war im Bürgerrat, der Zwillingsbruder Rolf Adam präsidierte 2012/13 den Einwohnerrat – und nun folgt ihm Philippe Adam auf diesen Posten. Er erhielt an der konstituierenden Sitzung des Orts-Parlaments vom Mittwoch, 22. Juni, 34 von 38 möglichen Stimmen.
Philippe Adam, der in der Finanzabteilung eines Unternehmens arbeitet, nimmt sich für die Ratsleitung aber nicht den Bruder zum Vorbild. «Das ginge gar nicht», sagt der 34-jährige gelernte Kaufmann. «Jede und jeder macht es doch anders.» Für ihn stehe im Vordergrund, dass eine konstruktive Stimmung herrsche im 40-köpfigen Rat, auch wolle er die Sitzungen möglichst speditiv führen angesichts der vielen anstehenden Geschäfte.
Philippe Adam positioniert sich innerhalb der Christlichen Volkspartei im Mitte-rechts-Spektrum. Er ist seit zehn Jahren Mitglied des Einwohnerrats und sitzt unter anderem in der Finanz- und Rechnungsprüfungskommission. (bwi)

Die neue Einwohnerratspräsidentin von Binningen heisst Susanne Tribolet. Die SP-Frau hat am Montag vor einer Woche die Stimmen aller 39 anwesenden Einwohnerräte erhalten. Tribolet ist 57-jährig, arbeitet beim Kanton Baselland als Informatikerin und sitzt seit 2011 im Binninger Gemeindeparlament. Tribolet hat schon Führungserfahrung als Präsidentin: Acht Jahre stand sie dem Musikschulrat Binningen-Bottmingen vor. Ihren Sitz in der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) will sie auch als Einwohnerratspräsidentin behalten.
Susanne Tribolet stammt aus Tschugg bei Erlach im Berner Seeland. Als Tochter des Gemeindeschreibers machte sie früh Bekanntschaft mit der Politik. Sie zog aus beruflichen Gründen in die Nordwestschweiz – seit 20 Jahren wohnt sie nun in Binningen. Sie ist aktive Fasnächtlerin bei der Basler Stamm-Clique Glunggi und verstärkt den Cantate Konzertchor Basel mit ihrer Alt-Stimme. Als weiteres Hobby geniesst sie Kultur, in erster Linie Theater und Oper, oder reist mit ihrem Partner nach Griechenland, in ihr bevorzugtes Reiseland. (zen)

So schnell kann es in der Politik gehen: Vor vier Monaten stand Beat Gränicher (63) nach seiner Wahlschlappe in den Liestaler Stadtrat mit enttäuschtem Gesicht etwas abseits vor dem Rathaus und musste ansehen, wie sich die fünf Gewählten mit Blumensträussen in den Händen im Blitzlicht-Gewitter sonnten. Heute vor einer Woche das pure Gegenteil: Ein strahlender Beat Gränicher stand mit einem Blumenstrauss in den Händen im Rathaus im Mittelpunkt. Ein paar Minuten zuvor hatten ihn alle anwesenden Einwohnerräte auf den Präsidentensessel fürs kommende Amtsjahr gehievt. Nur er selber gab sich die Stimme nicht, was für Bescheidenheit und grundsoliden Anstand spricht.
Der frühpensionierte Grossvater – er leitete zuvor jahrelang die Liestaler Coop-Filiale – könnte dank seiner lokalen Verankerung gut das Cover der Liestaler Heimatkunde zieren. Dies umso mehr, als ihn dauernde Bräune auszeichnet, die er sich nicht nur, aber vor allem bei seinen liebsten Freizeitbeschäftigungen Gartenarbeiten, Hundespaziergänge und Campen im Süden aneignet. (hi)

In Pratteln besetzt die FDP neu die Spitzen von Legislative und Exekutive: Seit Freitag, dem Beginn der neuen Legislaturperiode, ist Stephan Burgunder nun auch offiziell neuer Gemeindepräsident; rückwirkend auf dieses Datum steht Parteikollege Jens Dürrenberger dem Einwohnerrat vor, ist also für ein Jahr formell höchster Prattler. Gewählt wurde Dürrenberger am Montagabend mit 26 von 35 Stimmen.
Dürrenberger bezeichnet sich selber als «grün und wirtschaftlich denkenden Menschen». Bis im Januar war der Ökonom Mitglied der Grünliberalen und einziger GLP-Vertreter im Orts-Parlament der 16 000-Einwohner-Gemeinde. Dann wechselte der Sekundarlehrer zu den Freisinnigen – weil sich abgezeichnet habe, sagt der 51-Jährige, dass sich die FDP-Mitte-Fraktion auflösen werde. Er habe während der vergangenen vier Jahre bemerkt, dass er mit den FDP-Vertretern «sehr vieles gemein» habe und gut in diese Partei passe.
Fürs Präsidialjahr hat er sich vorgenommen, «mehr Harmonie in die Zusammenarbeit zwischen Einwohnerrat und Gemeinderat zu bringen». (bwi)

«Es ist mir eine grosse Ehre, dass ich das Amt ausüben kann», sagte Ines Zuccolin, FDP, am vergangenen Donnerstag, nachdem sie mit einem Glanzresultat zur neuen Präsidentin des Reinacher Einwohnerrats gewählt worden war. Die bisherige Vizepräsidentin erhielt 35 von 36 Stimmen und löste damit Christine Dollinger (SP) als formell höchste Reinacherin ab. Sie hoffe, die Einwohnerratssitzungen ebenso souverän zu leiten wie ihre Vorgängerin, sagte Zuccolin, nachdem sie die Annahme der Wahl erklärt hatte. Ausserdem hoffe sie auf eine kooperative und respektvolle Diskussionskultur im Reinacher Parlament – wie das bisher der Fall gewesen sei, fügt sie hinzu.
Die 46-jährige FDP-Politikerin arbeitet als Sekretärin bei der Baltrag AG in Basel und politisiert seit 2012 im Reinacher Orts-Parlament. Daneben engagiert sich Zuccolin im Schulrat und im Vorstand der örtlichen FDP.
Als Vizepräsidentin rückt Andrea Brügger von der CVP/BDP-Fraktion nach. Sie erhielt 31 von 35 Stimmen. Somit stehen erneut zwei Frauen an der Spitze des Reinacher Einwohnerrats. (ale)