Augstburger erzielte bei ihrer Wahl mit 75 von 80 gültigen Stimmen ein sehr gutes Resultat, das auf eine grosse Beliebtheit der Liestalerin schliessen lässt. Die EVP-Vertreterin politisiert seit 2003 im Baselbieter Landrat, sie wird also wegen der Amtszeitguillotine bei den kantonalen Wahlen von 2019 nicht mehr antreten dürfen.

Augstburger sass auch viele Jahre im Liestaler Einwohnerrat, dem Ortsparlament der Baselbieter Kantonshauptstadt. Das Amtsjahr der formell «höchsten Baselbieterin», das am 1. Juli beginnt, wird somit wohl den Höhepunkt in der politischen Karriere Augstburgers darstellen.

Die höchste Baselbieterin singt begeistert mit

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Erst die zweite EVP-Vertreterin überhaupt

Die 56-Jährige geniesst im Parlament den Ruf einer konsensorientierten Brückenbauerin. Augstburger ist die erste Vertreterin der EVP auf dem Stuhl des Landratspräsidenten seit 1938/1939 und erst die zweite ihrer Partei überhaupt.

Für die kleine, aber punkto Wähleranteil stabile EVP hat die Wahl Augstburgers eine entsprechend grosse Bedeutung, wie Augstburgers Parteikollegin Sara Fritz im Parlament darlegte. Mit Augstburger sitzt ferner zum dritten Mal innert nur zehn Jahren eine Liestalerin oder ein Liestaler auf dem Stuhl des Landratspräsidenten.

«Drei Alphornspieler und jemand der Taler schwingt – es isch spannend zum luege»

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Pegoraro zum dritten Mal Regierungspräsidentin

Zur Regierungspräsidentin für das kommende Amtsjahr wählte der Landrat zudem Sabine Pegoraro. Die in den letzten Jahren zunehmend in der Kritik stehende FDP-Regierungsrätin erzielte mit 57 von 67 gültigen Stimmen ein mässiges Resultat. Andere erhielten zehn Stimmen, gar ganze 17 Wahlzettel blieben leer.

Die Vorsteherin der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) sitzt seit 2003 in der Kantonsexekutive und präsidiert diese ab dem 1. Juli bereits zum dritten Mal. Pegoraro ist 59-jährig und lebt in Pfeffingen.