Seine hochgesteckten Ziele habe Endress+Hauser indes knapp verfehlt, konstatierte der scheidende Konzernchef Klaus Endress am Dienstag in Basel vor den Medien. Mit dem Ergebnis zeigte er sich dennoch sehr zufrieden.

Wachstum in allen Regionen

Gewachsen ist das seit 60 Jahren bestehende Unternehmen in allen Regionen der Welt. Insgesamt stieg der Umsatz um 11,1 Prozent auf knapp 1,7 Mrd. Euro. In Europa, wo die Gruppe rund die Hälfte ihres Umsatzes erzielt, wurde ein Wachstum von 2,9 Prozent verzeichnet.

In Amerika konnte Endress+Hauser dagegen den Umsatz um 27,3 Prozent auf 359 Mio. Euro steigern. Zu verdanken ist dies unter anderem der Erschliessung neuer Gas-Vorkommen, wie es an der Medienkonferenz hiess.

In Asien, der zweitwichtigsten Region der Gruppe, stieg der Umsatz um 15,6 Prozent auf 408 Mio. Euro. Für einmal enttäuschend seien die Geschäfte in China verlaufen, doch habe dort bereits wieder eine Trendwende eingesetzt.

Die Schweiz ist für Endress+Hauser als Absatzmarkt von relativ geringer Bedeutung. Von den umgerechnet rund 2 Mrd. Fr. Umsatz entfallen laut dem Konzernchef weniger als fünf Prozent auf die Schweiz.

Beim Betriebsergebnis (EBIT) verbuchte Endress+Hauser mit 273 Mio. Euro ein Plus von 10,4 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern fiel mit 183 Mio. Euro um 3,1 Prozent höher aus als im Vorjahr.

100 Gesellschaften in 44 Ländern

Endress+Hauser umfasst inzwischen 100 Gesellschaften in 44 Ländern. Auf der Lohnliste der Gruppe standen Ende 2012 weltweit 10'066 Angestellte, 652 mehr als ein Jahr zuvor.

In der trinationalen Region Basel stieg die Zahl der Stellen um 162 auf 4710, in der Schweiz selbst um 61 auf 1451. Zu schaffen macht dem Unternehmen indes der Fachkräftemangel, weshalb derzeit 160 Stellen nicht besetzt sind. Im laufenden Jahr sollen bei der Gruppe weitere 550 Arbeitsplätze hinzukommen.

Für das laufende Jahr peilt Endress+Hauser beim Umsatz eine Steigerung um 10 Prozent auf gegen 1,9 Mrd. Euro an. Weil aber rekordhohe Investitionen von 160 Mio. Euro geplant sind und auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung weiter steigen, rechnen die Verantwortlichen bei Betriegsergebnis und Jahresgewinn mit einem leichten Rückgang.

Das laufende Jahr ist das letzte unter Klaus Endress als CEO. Der Sohn von Firmengründer Georg Endress zieht sich Ende Jahr aus dem operativen Geschaft zurück und wird Verwaltungsratspräsident. Als neuen Konzernchef hatte das Unternehmen schon im März Matthias Altendorf präsentiert. Der 45-jährige Deutsche hat seine gesamte berufliche Laufbahn beim Unternehmen absolviert.