Eine deutsche E+H-Tochter mit Sitz in Weil am Rhein bei Basel soll die 17,63 Prozent Aktien des Freistaates Thüringen, gehalten von der Beteiligungsgesellschaft bm-t, sowie die 9,93 Prozent Anteile des Vorstandsvorsitzenden Klaus Berka übernehmen. Die nun vertraglich vereinbarten Optionen sollen ab Oktober 2014 ausgeübt werden.

Mit der Transaktion seien Zusagen zur Eigenständigkeit der Analytik Jena verbunden, hiess es weiter. Firmengründer Berka soll den Vorstand bis 2017 präsidieren. E+H wolle in Jena "ein Standbein in der Laboranalyse aufbauen" mit eigenen Strukturen; die beiden Firmenportfolios ergänzten sich.

Laut einer E+H-Sprecherin summieren sich die nun gesicherten 5,7 Mio. Aktien zu einem Kaufpreis von rund 78,8 Mio. Euro. Neben dieser blockweisen Übernahme der Mehrheit laufe das Pflichtangebot an die übrigen einzelnen Jena-Aktionäre weiter, auch deren Anteile zum selben Stückpreis von 13,75 Euro zu übernehmen.

Analytik Jena habe im letzten Geschäftsjahr mit rund 1000 Angestellten in 100 Gesellschaften in 44 Ländern einen Umsatz von etwa 100 Mio. Euro erzielt. das Familienunternehmen E+H verzeichnete 2012 mit gut 10'000 Angestellten einen Umsatz von knapp 1,7 Mrd. Euro sowie einen Gewinn nach Steuern von 183 Mio. Euro.