Einen bleibenden Eindruck haben die Baselbieter in Sotschi nicht hinterlassen. Ganz unbeteiligt ist der Landkanton aber trotzdem nicht am Erfolg der Schweizer an den Olympischen Winterspielen. «15 bis 20 der 160 Schweizer Sportler waren schon hier in der Behandlung», sagte der stolze Verwaltungsratspräsident der Muttenzer Rennbahnklinik, Frank Denzler, an der Eröffnung des Neubaus am Mittwoch.

Welche Bedeutung und welches Renommee die Sportklinik mittlerweile geniesst, zeigte die Gästeliste: Neben Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Buser, der die Klinik noch aus seiner Zeit als Unihockey-Nationalspieler kennt, und dem Baselbieter Gesundheitsdirektor Thomas Weber war auch Gian Gilli, bis Olympia noch Chef von Swiss Olympic, zugegen.

«Wir hätten die alte Klinik auf alle Fälle renovieren müssen», sagte Denzler. Stattdessen habe man sich für die Möglichkeit entschieden, «auf der grünen Wiese» zu planen und einen Neubau zu realisieren. Schliesslich war der alte Bau nicht nur in die Jahre gekommen, sondern platzte auch aus allen Nähten. Die Rennbahnklinik schuf alleine in den letzten zwei Jahren über 50 neue Arbeitsplätze. Spitzensportler aus ganz Europa haben hier schon ihr kaputtes Knie oder die lädierte Schulter behandeln lassen.

Seit dem Umzug am 2. Januar fehlt es den Rennbahn-Patienten an nichts. In jedem Zimmer gibt es Duschen und Bad, obwohl die Aufenthaltsdauer mit durchschnittlich 3,5 Tagen äusserst tief ist. Rolf Hochuli, Direktor der Rennbahnklinik, begründete dies beim Rundgang unter anderem mit den Sportverletzungen, die ohnehin kürzere Aufenthalte nach sich zögen. Er meinte aber auch: «Wir haben den Ruf, sehr wenig zu operieren. Daran halten wir auch nach dem Umzug fest.»