Die Behörde bemüht sich, in den tieferen Stellen der Bäche die dort zusammengerückten Fische zu retten, bevor denen der Sauerstoff ausgeht und das Restwasser zu warm wird. Die Fische - primär Bachforellen - werden wie üblich in der nahen Ergolz ausgesetzt, die unterhalb Sissach dank ARA-Auslauf auch im Sommer genug Wasser führt.

Bereits im Vorjahr waren mehrere Baselbieter Bäche abgefischt worden, bevor sie ganz trocken fielen. Der Homburgerbach gehörte auch dazu, wie bereits im 2015 und 2011 - sein Unterlauf versickert jeweils schon im kiesigen Bett, wenn oben noch ein wenig Wasser fliesst.

Je tiefer der Pegel in einem Fliessgewässer, desto weniger Nahrung wird an den Fischen vorbeigespült und desto mehr steigen die Wassertemperaturen. Forellen ist es zwischen vier und 19 Grad wohl; ab etwa 23 Grad wird es tödlich. Zudem haben Fressfeinde wie etwa Reiher in Restwasserpfützen leichteres Spiel.

Gemäss Daten von Meteoschweiz sind an der Messstation Basel/Binningen die wenigen Niederschläge seit zwei Monaten mit jeweils unter 20 Millimetern bescheiden geblieben. Am 9. Mai war mit 54,4 Millimetern der einzige starke Regen innert zwölf Monaten registriert worden - doch schon davor waren die seltenen Regenfälle meist weit unter 20 Millimetern geblieben.

Die Prognosen sehen auch in den kommenden Tagen heisses und trockenes Wetter vor. Gewitter könnte es erst am Samstag geben.