Der Boden des Gebiets Erzmatt westlich von Buus ist stark mit den Schwermetallen Arsen und Thallium belastet. Getreide, Milch, Trinkwasser und Bach sind hingegen laut dem kantonalen Amt für Umwelt (AUE) nur in einem ungefährlichem Mass kontaminiert.

Die Belastung ist laut AUE schon lange bekannt: Bereits in den 1920er-Jahren wurde demnach Arsen in dem Gebiet nachgewiesen. Es stammt aus einer natürlichen Brauneisenerz-Schicht, die in jenem Gebiet westlich des Dorfs zwischen Hohrüti und Binzholden an die Oberfläche tritt. Bereits der seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesene Flurname weise auf die frühere Verhüttung, das Ausschmelzen von Metallen aus Erzen, hin, in diesem Fall von Bohnerz. Das Erz sei früher zu Eisen verarbeitet worden.

Arsen lässt bestimmte Pflanzen absterben. Dass im betroffenen Gebiet kein Ackerbau möglich ist, sei Bauern ebenfalls bekannt gewesen. Wegen Unsicherheiten über eine mögliche Beeinträchtigung von Lebensmitteln gab es nun eine neue Untersuchung. Mit deren Ergebnissen könne «Entwarnung gegeben werden».

Kein Arsen im Tierfleisch

Zwar lägen in einem Kerngebiet von rund 1,5 Hektaren die Arsenwerte beim 170-Fachen der Werte normaler Böden, die Thalliumwerte gar beim 10 000-Fachen. Weniger starke Belastungen seien in einem Gebiet von insgesamt rund 65 Hektaren bei der Erzmatt festgestellt. Die Proben von Getreide, Milch und Trink- und Bachwasser jedoch liegen laut AUE im grünen Bereich. Da sich Schwermetalle kaum in Muskelfleisch einlagerten, sei auch der Verzehr des Fleisches von Tieren, die auf der Erzmatt weideten, kein Risiko.

Indes wird nun die bisherige Nutzung des Kerngebietes als Weide vor allem für Pferde eingestellt. Jene 1,5 Hektaren werden stattdessen zur Dauer-Buntbrache; der Landeigentümer wird dafür entschädigt. (sda/bz)