In der Auseinandersetzung um ihren Bed-and-Breakfast-Betrieb in Lausen hat die frühere Baselbieter Landratspräsidentin Daniela Gaugler (SVP) eine weitere Niederlage einstecken müssen. Wie am Donnerstagmorgen bekannt wurde, hat die kantonale Baurekurskommission eine Beschwerde des Ehepaars Daniela und Christoph Gaugler gegen einen Entscheid des Bauinspektorats vom vergangenen Oktober abgewiesen.

«Wir nehmen den Rechtsstandpunkt ein, den vor uns bereits das Bauinspektorat vertreten hat», sagt Peter Ley, Präsident der Baurekurskommission auf Anfrage der bz. Inhaltlich begründen will er den Kommissionsentscheid öffentlich nicht, so lange das Verfahren nicht abgeschlossen ist.

Der Entscheid kann innerhalb von zehn Tagen beim Kantonsgericht angefochten werden. Ob Gaugler dies tun wird, ist vorerst offen. Auf eine entsprechende Anfrage der bz lässt sie verlauten: «Kein Kommentar.» Damit ist das Verfahren um die Zonenkonformität von Gauglers Bed and Breakfast und anderer Nutzungen in der Gewerbezone noch nicht definitiv abgeschlossen.

Augenschein vorgenommen

Bevor die Baurekurskommission die Beschwerde des Ehepaars Gaugler abwies, hatte es in der Liegenschaft an der Kanalstrasse 17 in Lausen am 3. März gemeinsam mit den Parteien einen Augenschein vorgenommen. Die Gauglers hatten den Entscheid des Bauinspektorats weitergezogen.

Sie stellten sich damals auf den Standpunkt, dass ein Bed-and-Breakfast-Betrieb in einer Gewerbezone im Kanton Baselland nichts Aussergewöhnliches sei. Es stelle sich lediglich die Frage, wie lange ein Gast in einer Unterkunft verweilen dürfe. Nach Bekanntwerden des anderslautenden Entscheides des Bauinspektorats erklärte Gaugler am 17. Oktober 2014 ihren Rücktritt als Landratspräsidentin und als Landrätin.

Gaugler war zuvor wegen möglicher Verletzung von Zonenvorschriften in ihrer Wohngemeinde Lausen ins Schussfeld der Kritik geraten. Erstmals die Frage nach der Zonenkonformität aufgeworfen hatte im vergangenen Sommer die bz. Die 1962 geborene Daniela Gaugler war 2005 ins Baselbieter Kantonsparlament gewählt worden.