Nun geht es vorwärts mit dem neuen Campus Sport: Die Universität Basel will für 51 Millionen Franken für das Departement Sport, Bewegung und Gesundheit (DSBG) einen Neubau erstellen. Für das Vorhaben auf Baselbieter Boden beantragen die Regierungen beider Basel den Kantonsparlamenten eine Kreditsicherungsgarantie von je 22 Millionen Franken – also insgesamt 44 Millionen.

Endlich, ist man versucht zu sagen: Das nun von den Regierungen gutgeheissene Geschäft hätte den Parlamenten beider Basel bereits im Sommer 2015 unterbreitet werden sollen. Ursprünglich war der Baustart für dieses Jahr vorgesehen.

Wegen der partnerschaftlichen Diskussionen um die künftige Uni-Finanzierung weigerte sich die Baselbieter Regierung allerdings, vor einem Entscheid zum Uni-Globalbudget weitere Investitionsvorhaben abzusegnen. Diese Weigerung stiess in der Stadt auf Kritik: Dass bereits laufende Projekte nicht vorangetrieben würden, schade der Uni – und damit auch den beiden Trägerkantonen, hiess es.

Den Globalbeitrag für die Uni für die Jahre 2018 bis 2021 segneten die beiden Regierungen kurz vor den Sommerferien zuhanden der beiden Kantonsparlamente ab. Demnach steht also dem Investitionsprojekt nichts mehr im Weg. Bezogen werden soll der Campus Sport im ersten Quartal 2021.

550 Studierende – ein Standort

Finanziert wird der Neubau auf dem St. Jakob-Areal in Münchenstein von der Universität. Durch die Kreditsicherungsgarantie der beiden Trägerkantone kann sie jedoch die Mittel für das Projekt auf dem Finanzmarkt zu optimalen Bedingungen aufnehmen, wie die Regierungen beider Basel heute Dienstag mitteilten.

Am 51-Millionen-Projekt beteiligt sich auch der Bund, der gemäss der Mitteilung 20 Prozent der Kosten übernimmt. Entworfen wurde er von den Architekten Caesar Zumthor & Markus Stern, die den Architekturwettbewerb gewonnen hatten.

Derzeit findet der Lehr- und Forschungsbetrieb des DSBG noch in der St. Jakobshalle statt, wo diesem aber immer wieder Grossevents in die Quere kommen. Angestrebt wird mit dem Neubau nicht nur die Behebung der Raumnot, sondern auch die Zentralisierung der Räumlichkeiten in einem Gebiet, in dem zahlreiche Sportanlagen zur Verfügung stehen.

Das Departement ist heute auf fünf Standorte in der ganzen Stadt verteilt. Durch das Pendeln bleibe enorm viel Zeit auf der Strecke, sagte Departementsleiter Arno Schmidt-Trucksäss im vergangenen Dezember gegenüber der bz. Der Neubau soll nun sämtliche 550 Studierende und 100 Mitarbeitende beherbergen.