Die erste Petition aus dem Baselbiet, welche auf der Plattform petitio.ch aufgeschaltet wurde, läuft morgen Freitag ab. Esther Maag, ehemalige Landratspräsidentin, hat das Angebot der Plattform genutzt und die Petition «Laubbesen statt Laubbläser gestartet. Sie bittet die Stadt Liestal, die Laubbläser, die «jeden Morgen um 07h das ganze Stedtli sehr unzimperlich aufrütteln und lärmbelästigen» durch Besen zu ersetzen.

«Der Leidensdruck der Stedtli-Bewohner ist gross. Jeden Morgen wird man geweckt und der Dreck, der durch die Luft geschleudert wird, ist gesundheitsschädigend», erklärt Maag. Schon 2003 habe sie im Landrat einen Vorstoss eingereicht. Es sei unerklärlich, warum diese «Dreckschleudern» noch immer im Einsatz seien, wo die verwendeten Zweitaktmotoren schon längst verboten gehörten.

Saubere Alternative

Maag liefert auch einen Alternativvorschlag, wie man das Stedtli künftig sauber halten könnte. Sie schlägt vor, dass die Velostation Liestal, welche ein Littering-Projekt betreibt, eine Mannschaft von Wischern einsetzen könnte. Die Velostation bietet Langzeit-Arbeitslosen Möglichkeiten zur sozialen und beruflichen Integration, indem sie Arbeitseinsätze, Coachings und Praktika anbietet. Peter Kaderli, Geschäftsleiter der Velostation, der die Laubbläser als «akustische Zumutung» bezeichnet, findet Maags Idee unterstützenswert.

«Ich bin sicher, dass es Leute gibt, die an solchen Einsätzen Spass hätten. Wir müssten einfach sicherstellen, dass wir genug Personal haben, denn die Fläche im Stedtli ist ziemlich gross», sagt er aus. Dass der Gemeinde somit keine Mehrkosten entstehen würden, sei vorteilhaft. «Aber vielleicht muss man die Idee im September nochmals vorbringen, wenn das Problem mit dem Laub akut ist», gibt er zu bedenken.

Tatsächlich scheint die Petition bisher wenig erfolgreich. Nur 33 Personen haben unterzeichnet. Maag erklärt: «Ich habe mich kürzlich aus allen Social Media zurückgezogen und den Vorschlag einfach nicht genug beworben.» Sie ist überzeugt, dass das Anliegen mit mehr Werbung deutlich mehr Unterstützer gefunden hätte.