Im Nachgang an die Explosion eines Mehrfamilienhauses an der Augsterheglistrasse 25 in Pratteln hat die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft ein Expertengutachten in Auftrag gegeben, welches nun vorliegt. Diesem zufolge waren die Gaszuleitungen der Liegenschaft dicht. Auch der Gasherd in der Unglückswohnung sowie dessen Zündsicherung funktionierten laut den Gutachtern einwandfrei. Ein technischer Defekt als Ursache der Explosion kann somit ausgeschlossen werden, teilt die Staatsanwalt am Montag mit.

Bewusste Manipulation im Vordergrund

Da die Gasexplosionnicht auf einen technischen Defekt zurückgeführt werden kann, geht die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft davon aus, dass eine bewusste Manipulation am Gasherd zur Explosion geführt hat. Als mögliches Motiv kommt ein gescheiterter Suizidversuch in Frage.

Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat ein Strafverfahren gegen einen Bewohner der betroffenen Liegenschaft eröffnet und prüft, ob die Explosion fahrlässig oder vorsätzlich herbei geführt wurde.