«Dr Name Hilari, do muess me nid lang studiere, dä isch dr Garant, wo Lüt
duet mobilisiere», dichtete René Stähli, Ehrenpräsident der organisierenden Guggemusig Hirzefäger aus Breitenbach.

Tatsächlich drängten sich am Samstagabend auf den Auftritt der ersten Guggemusig, der «Chläbluusfäger» aus Grindel, bereits Schlangen von kostümierten und anderen Hilari-Gästen in die mit unzähligen Ballonen und riesengrossen Konfetti dekorierte Grien-Halle.

Besonders chic gemacht zum Hilari, dem Fasnachtsauftakt im Kanton Solothurn, hatten sich vier Charleston-
Ladys, während fünf goldbehangene Ölscheichs auf einen mächtigen Sprung des Ölpreises nach oben hofften.

Auch ein Kardinal, Mexikaner mit Riesen-Sombreros oder martialische SWAT-Polizisten tauchten in der Menge auf, um dann an der Bar erst einmal einen Shot mit Namen wie «Suuri Zunge», «Wöschmaschine» oder «1-Meter-Brett» zu versuchen.

Die Stimmung war ausgelassen, heiter und entsprach ganz dem Eintrittsbändeli mit dem Aufdruck «Tanzen statt torkeln». Die vornehmlich jungen Leute jedenfalls tanzten die ganze lange Party-Nacht ab zu den Hits von DJ Dave S oder von Helene Fischer, deren «Atemlos» die Laufner Guggenmusig «Wällä-Schletzer» so mitreissend in die Halle schletzte.

«Tragen Stier auch im Herzen»

Ganz besonders wild trieb es die Gugge «Feengeischter» aus Erstfeld, deren Melodien tatsächlich wie ein Föhnsturm durch die Halle brausten. Trompeter André meinte zur bz: «Wir tragen den Uri-Stier nicht nur im Wappen, sondern eben auch im Herzen.»

Für gehörigen Pop- und Rock-Rhythmus sorgten die «Rhüthmushüpfer» aus dem bernischen Ittigen, die sich laut Präsident Didier am Hilari optimal auf Ittiger und Berner Fasnacht einstimmen konnten.

Mostafas Alphorn-Song tönte bei ihnen besonders schön. Einmal mehr fiel bei den Röschenzer «Hälmlibieger» ihr Dirigent auf, wie immer im Schwinger-Tenue, der sie mit unbändigem Körpereinsatz gehörig in Schwung versetzte.

Riesenbegeisterung lösten die renommierten «Los Ventilos» aus Oberdorf aus, die allerbeste Werbung für ihr 31. Guggekonzert vom 16. Februar in Waldenburg machten.

Der «Ändstreich» in der zweiten Morgenstunde blieb den Dornacher «Ruinenarre» vorbehalten, welche die Hilari-Stimmung nochmals so richtig zum Kochen brachten.