Ende September waren es noch 180'000 Likes auf Facebook, heute hat der FC Basel die Millionen-Grenze geknackt. Seit letztem Herbst und dem damaligen Exploit im Spiel gegen Chelsea haben also über 800'000 den Like-Button für den Schweizer Meister gedrückt.

Auch nach dem Abgang von Shooting-Star Mohamed Salah zu Chelsea konnten mehr und mehr Fans gesammelt werden – die auch weiterhin vorwiegend aus Ägypten kommen.

Wie der FCB auf seiner Homepage verkündet, hat in den letzten Monaten die Anzahl Schweizer Fans deutlich zugenommen. Aber auch Anhängern aus Brasilien, Indonesien, Algerien, Thailand oder aus dem nördlichen Nachbarland Deutschland gefällt der FCB.

Verglichen mit dem Meister aus Deutschland, den derzeit übermächtigen Bayern (13 Millionen Fans), hinkt der kleine FCB noch nach. Im Vergleich mit der gesamten Bundesliga würde sich Rotblau aber direkt hinter den Münchnern, Dortmund und Schalke auf Platz 4 einreihen.

Von den Schweizer Teams hat Rotblau die mit Abstand meist frequentierte Sport-Facebook-Seite. 

Die Fans begnügen sich dabei nicht nur mit den News auf Facebook. Auf Twitter lauschen 35'000 Begeisterte dem Gezwitscher rund um das Team von Coach Murat Yakin, auf Instagram hat sich die Zahl der Follower seit September von 3000 auf 6000 verdoppelt. 

Spezial-Angebot für Fasnächtler

«D Stadt vo dr Fasnacht und d Stadt vom Fuessball», so besingt Brandhärd die Stadt Basel. Der FCB verbindet am kommenden Wochenende die zwei liebsten Freizeitbeschäftigungen vieler Basler. Für das Spiel gegen St. Gallen vom Samstag (19.45 Uhr) hat sich der Schweizer Meister nämlich eine spezielle Aktion überlegt.

Unter dem Motto «Hesch e Blaggedde?» können sämtliche Matchbesucher, die im Besitz einer Blaggedde von diesem Jahr sind, die Tickets zum halben Preis beziehen.

Fasnacht und der FCB - das gehört zu Basel.

Fasnacht und der FCB - das gehört zu Basel.

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Nun wurden Vorwürfe laut, der Verein wolle nur das Stadion füllen um nicht vor leeren Rängen spielen zu müssen. Energy Basel sprach in den Morgen-News gar von einem Shitstorm. 

Mediensprecherin Andrea Roth widerspricht: «Von einem Shitstorm zu sprechen ist schlichtweg falsch. Bei 1 Million Facebook-Fans gab es lediglich um die 20 negative Kommentare.»

Auch in den Mails habe Roth kein einziges negatives Feedback gefunden. «Klar gibt es immer Leute, die solche Aktionen toll finden, und andere, die es weniger toll finden. Wir haben aber auch viele positive Rückmeldungen bekommen.»

Der FCB wolle den Menschen in unserer Region hie und da eine Freude machen - auch und gerade mit solchen Aktionen, die auch noch helfen können, noch mehr und neue Fans ins Stadion zu bringen, wie Roth erklärt. «Natürlich hoffen wir immer, dass das Stadion voll ist, um die Mannschaft anzufeuern.»

Das Spiel findet zwei Tage vor dem Morgestraich statt und deshalb «ist es eine gute Gelegenheit für eine solche Aktion», sagt Roth.