Die 30. Dittinger Flugtage vom kommenden Wochenende bieten ein besonderes Flugspektakel. Formationen aus nicht weniger als sieben Ländern werden im Laufental zu bestaunen sein. Die Flugtage stehen im Zentrum zweier Jubiläen. Zum 30. Mal werden sie ausgetragen – erstmals 1936, drei Jahre nach der Gründung der Segelfluggruppe Dittingen.

Die Organisatoren feiern heuer aber auch «100 Jahre Luftfahrt im Laufental». 1913 hat der in Röschenz geborene Flugpionier Theodor Borrer an einem Flugmeeting in Laufen mit seinen Flugkünsten die 1000 Zuschauer fasziniert. Dieses Meeting sei sehr gut dokumentiert, weiss Thomas Sütterlin, der OK-Präsident der Dittinger Flugtage. Erst vor zwei Wochen wurde zum Gedenken an Borrer auf dem Helyeplatz in Laufen eine Gedenktafel enthüllt.

300 Helfer, 20'000 Zuschauer

Für den Grossanlass, der seit längerer Zeit alle zwei Jahre durchgeführt wird, betreiben die Veranstalter einen enormen Aufwand. Sütterlin ist denn auch stolz auf sein Organisationskomitee und die 300 Helferinnen und Helfer. Übermorgen Samstag und am Sonntag werden auf dem Flugplatz Dittingen insgesamt gegen 20'000 Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet. «Viele kommen jeweils auch aus dem Elsass», sagt der OK-Präsident.

Das grosse Hauptprogramm am Samstag beginnt um 13.30 Uhr, am Sonntag um 12.45 Uhr. An beiden Tagen sind bereits um 10 Uhr Trainings und erste Vorführungen zu sehen. Die Besucher können Fluggeräte aus den vergangenen 100 Jahren und viele unterschiedliche Flugzeugtypen und -kategorien bestaunen. Eine Auswahl an Höhepunkten:

Patrouille Suisse: Die Kunstflugstaffel mit sechs rot-weissen Jets tritt heuer nur dreimal in der Schweiz auf, in Dittingen am Samstag um 13.30 Uhr. Sie zeigt 21 Figuren in Formation und Solodarbietungen.

Super Constellation: Von der «Super Conny» gibts weltweit noch zwei Exemplare. Aber nur die 1955 erbaute Schweizer Maschine mit vier Propellern je 3250 PS darf noch Passagiere transportieren. Sie wird das Publikum sowohl am Samstag als auch am Sonntag erfreuen.

Christian Moullec: Der Franzose, letztmals vor acht Jahren in Dittingen dabei, wird den diesjährigen Flugtagen eine besondere Note verleihen. Am Sonntag schwebt der Publikumsliebling mit seinem motorisierten Drachen und seinen schnatternden Wildgänsen über dem Laufental und demonstriert eindrücklich die Verbindung von Natur und Technik.

DC-3 und Beech 18: Am Samstag zeigen ein sogenannter «Rosinenbomber» aus dem Zweiten Weltkrieg und zwei Beech 18 einen Formationsflug.

Blériot XI: Aus Schweden reist Mikael Carlson an mit einer original Blériot, die jedoch in Schweden gebaut worden ist. Carlson kommt mit einem grossen Anhänger und baut das Flugzeug in zwei Tagen auf und danach wieder ab. Seine Einsätze stehen am Samstag und Sonntag auf dem Programm.

Navette Bretonne: So was hat Dittingen noch nie gesehen – Navette Bretonne ist eine Spezialität aus Frankreich. Das Flugzeug transportiert huckepack ein Kleinflugzeug, das während des Flugs starten wird. Der Auftritt ist am Sonntag.

Swip Team: Das englische Kunstflugteam wird nicht nur an beiden Tagen auftreten, sondern am Samstag um 20.30 Uhr auch eine Night-Show bieten und Figuren an den Nachthimmel zeichnen – mit Feuer und Eleganz.

Weitere Höhepunkte sind der Tiger Hunter vom Swiss Hunter Team, P-51 Mustang & Supermarine Spitfire (beide sonntags), die Red Devils der belgischen Armee und die atemberaubende Show der Breitling Wingwalkers (beide samstags und sonntags). Das Programm an beiden Tagen ergänzt ein 1:1-Modell des Typs Saab Gripen, den die Schweizer Armee anschaffen will. Der Kampfjet ist jedoch nicht in der Luft, sondern bloss am Boden zu sehen.

Simon Ammann ist Ehrengast

Zwei prominente Schweizer werden den diesjährigen Dittinger Flugtagen ihre Reverenz erweisen: Am Samstag ist der Besuch von Überflieger Simon Ammann angekündigt. Der vierfache Olympiasieger steht für Autogramme zur Verfügung. Aviatikpionier Bertrand Piccard ist am Sonntag zu Gast.

Selbst Besuchende können in die Luft. Beliebt sind an den Dittinger Flugtagen die Passagierflüge: Helikopter, Pilatus Porter und Antonov AN-2 stehen zur Auswahl.

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