Schlagersängerin Francine Jordi ist schon in ihr aufgetreten, sie bildet die Kulisse eines Jazz-Festivals, und nicht zuletzt nutzen sie die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen als Heimstätte: Die Rede ist von der Löhrenacker-Halle in Aesch.

Der Komplex mit Dreifach-Turnhalle, Tribüne, Bühne, Foyer und Küche ist schon etwas in die Jahre gekommen. Die Sanierung des 30-jährigen Bauwerks im Westen der Gemeinde lässt jedoch auf sich warten. Bereits im September hätten die Aescherinnen und Aescher darüber entscheiden sollen, doch der Gemeinderat verschob das Traktandum auf die Frühlings-Gemeindeversammlung.

Rückzieher Nummer zwei

Nun folgt Rückzieher Nummer zwei: Kürzlich teilte die Gemeinde mit, dass die Vorlage «nicht fristgerecht aufbereitet» werden könne. Das Geschäft komme damit erst im Juni vor den Souverän – und weil nun das Haupt-Traktandum fehlt, ist die gesamte Gemeindeversammlung vom 31. März abgesagt.

Dabei fällt auf: Genau dieselbe Begründung hatte der Gemeinderat bereits im September vorgebracht. Man müsse den Stimmbürgern noch detailliertere Informationen liefern, zitierte damals die bz Gemeindepräsidentin Marianne Hollinger (FDP).

Das hätte auch geklappt, versichert Hollinger auf Anfrage – wenn da nicht ein personeller Engpass auf der Verwaltung dazwischen gekommen wäre. Die erneute Verschiebung des Geschäfts bringe jedoch keine grossen Konsequenzen mit sich. «Die Sanierung ist nicht so dringend, dass die Halle gesperrt werden müsste. Die Mieter können sie normal weiter benützen.» Die Arbeiten werden nun für die Sommerferien 2014 eingeplant, eventuell könnten sie auch schon früher beginnen.

FDP ist zufrieden

Zufrieden mit dem Entscheid des Gemeinderats ist auch die FDP. Sie war es, die vor der Gmeini im September vom Gemeinderat gefordert hatte, dass dieser erstens Varianten für die Sanierung ausarbeitet und zweitens aufzeigt, welche Arbeiten zwingend sind. «Wir begrüssen es, dass der Gemeinderat eine saubere Vorlage präsentieren will», sagt Cristian Manganiello, Präsident der Aescher FDP.

Gestört haben sich die Freisinnigen an den ursprünglichen Plänen des Gemeinderats, auf dem Dach eine Solaranlage zu betreiben. Dies sei nicht Aufgabe eines Gemeinwesens, monierten sie.

Die Anlage sei immer noch geplant, sagt Hollinger. Die Stimmbürger könnten jedoch darüber entscheiden, wer diese betreiben soll: die Gemeinde oder ein privater Anbieter. Nicht zur Debatte stehen die meisten übrigen Vorhaben, so auch die neuen energiesparenden Geräte für die Küche.