Die Beiträge an zwei regionale Sportanlagenprojekte fliessen aus Mitteln des Swisslos Sportfonds Baselland, weil derzeit das übliche Kässeli dafür, das kantonale Sportanlagen-Konzept (KASAK), aus Spargründen auf Eis liegt. Letztmals im vergangenen Dezember hatte die Regierung ihren Verzicht auf ein neues KASAK erneuert.

Stattdessen hatte sie mit einer auf fünf Jahre befristeten Änderung des Verteilschlüssels dem Sportfonds Geld zugeschaufelt: Bis 2018 soll dieser 29 statt wie bisher 25 Prozent des jährlich dem Kanton zufliessenden Anteils des Reingewinns von Swisslos erhalten. Die vier Prozent gehen demnach anderen Bereichen ab, etwa der Kultur.
Gelterkinden kann sofort planen

Die Regierung bezifferte dabei die so in den nächsten vier Jahren gesamthaft für Sportanlagen verfügbaren Mittel auf rund zehn Millionen Franken. Davon hat sie nun gleich gut die Hälfte vergeben - weil sie auch "ausgewiesenen Bedarf" für Schwimmanlagen erkannt hatte ist das jedoch keine Überraschung.

Das marode Hallenbad Gelterkinden war im Februar 2012 wegen bröselnden Deckenverputzes und Asbestgefahr geschlossen worden. Einen Neubau mag die Gemeinde nicht alleine stemmen. Mit dem dicken Zustupf aus Liestal kann die Planung nun aber an die Hand genommen werden. Ein Studienauftrag liegt bereits vor.

Im Juni 2012 hatte die Gemeindeversammlung einen Planungskredit für ein neues Hallenbad von 1,6 Millionen Franken gutgeheissen, dies unter dem Vorbehalt des kantonalen Beitrags von mindestens 5 Millionen Franken. Die Gesamtkosten für das mit einem Freibad verbundene Hallenbad waren auf rund 17 Millionen Franken beziffert worden, plusminus 15 Prozent.