Durchhaltewille und Zielstrebigkeit haben sich gelohnt. Am 13. August, dem offiziellen Schulbeginn im Baselbiet, geht Christina Kächs Vision in Erfüllung. Die treibende Kraft des 2016 gegründeten Vereins Freie Schule Funke kann ihr Schulprojekt in Gelterkinden in Angriff nehmen.

Zu Beginn sechs Kinder

Im alten Gemeindehaus im Dorf, zuvor ein Schulhaus, empfängt «Funke» ab Mitte Monat sechs Kinder aus dem Oberbaselbiet. Der Verein mietet zwei Räume und hat einen Aussenplatz zur Verfügung, der zurzeit noch gestaltet wird. Das Angebot erstreckt sich vom Kindergarten bis zur 6. Klasse. Im August setzt sich die Schülergruppe aus allen Stufen zusammen. Ideal für die Kinder ist laut Käch ein Start im «Funke»-Kindergarten. «So können sie sich von Grund auf in dieser Lernform entwickeln.»

Crowdfunding für den Ausbau

Ein zinsloses Darlehen sichert die Startfinanzierung. Mit einem Crowdfunding sollen weitere Sponsoren geangelt werden, um die nötigen baulichen Anpassungen und die Anschaffung von Schulmaterial zu finanzieren. «Der Trägerverein befindet sich in der Entwicklung und besteht bisher aus einer kleinen Mitgliedergruppe, die sich aktiv einbringt», erklärt Urs Streuli. Dieser gehört seit Anfang Jahr dem Vereinsvorstand an, ist Aktuar und zuständig für die Finanzen.

Vereinspräsidentin Christina Käch wirkt im neuen Projekt in Gelterkinden als Schulleiterin und Primarlehrerin, Vizepräsidentin Kathrin Morath ist Begleitperson, dazu kommt Kindergärtnerin Tamara Christen. Die Personalunion von Vorstandsmitgliedern und Lehrkräften macht gemäss Streuli «alles schlank und beweglich». Die Freie Schule Funke entspricht den kantonalen Vorgaben und ist vom Amt für Volksschulen bewilligt.

Im Zentrum stehen lustvolles und leidenschaftliches Lernen sowie Lebensfreude, Erhaltung der kindlichen Neugierde, Freiheit im Lernbereich, Vertrauen in sich und die Umwelt. Kernziel der Schule sei, für die Kinder Bedingungen zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, die natürliche Neugierde zu erhalten und individuell zu fördern, wie der Verein auf seiner Homepage schreibt.

Erster Anlauf scheiterte

Christina Käch wollte ihr Schulprojekt schon vor einem Jahr in Anwil starten. Doch wegen plötzlich fehlender Räumlichkeiten konnte der geplante Beginn im August 2017 nicht realisiert werden, wie die bz im Juni des vergangenen Jahres berichtete. Nun kommt es in einer Woche also doch noch zum Happy End – einfach in Gelterkinden.