Hamdi Halili, dessen Einbürgerungsgesuch die Bubendörfer Bürgergemeindeversammlung im Mai 2016 abgelehnt hat, kann einen neuen Anlauf nehmen. Das Kantonsgericht hat seine Beschwerde teilweise gutgeheissen. Dies meldet die «Volksstimme» in ihrer Ausgabe vom Donnerstag.

Gegen den abschlägigen Entscheid der Bürgergemeindeversammlung hatte sich Halili bei der Baselbieter Regierung beschwert. Diese stützte jedoch den Versammlungsbeschluss. Daraufhin gelangte der kosovarische Familienvater ans Kantonsgericht, das mit drei gegen zwei Richterstimmen seine Beschwerde nun teilweise guthiess.

Die Begründung der Bürgergemeinde zur Ablehnung sei nicht haltbar, weil sie nicht der Wahrheit entspreche, befand das Gericht. Die Bürgergemeinde hatte 2016 beanstandet, Hamdi Halili beteilige sich zu wenig am Dorfleben und sei deswegen mangelhaft integriert. Gegenbeweise zu diesem Vorwurf lieferte Halili zwar, jedoch erst während des Verfahrens des Kantonsgerichts und nachdem die Regierung die Beschwerde zurückgewiesen hatte.

Knapper Entscheid

Das Urteil des Kantonsgerichts sei nicht zuletzt deshalb so knapp ausgefallen, weil zwei Richter der Meinung gewesen seien, Hamdi Halili habe die Schreiben zu spät eingereicht und damit seine Mitwirkungspflicht verletzt, schreibt die «Volksstimme» weiter. Nun muss die Bürgergemeindeversammlung von Bubendorf erneut über das Einbürgerungsgesuch befinden.

Sie hatte im Mai 2016 auch die Einbürgerung von Halilis Ehefrau Buqe und seinem Sohn verweigert. Diese gelangten ebenfalls an die Regierung, welche die Beschwerde teilweise guthiess: Der Sohn wurde eingebürgert, die Bürgergemeindeversammlung genehmigte vergangenen Juni im zweiten Anlauf das Einbürgerungsgesuch von Buqe Halili.