Eines betonen der Basler Heimatschutz und der WWF Region Basel: Auch wenn sie Einsprache in Sachen Margarethenstich erhoben haben, geht es ihnen nicht um das Projekt als solches. «Im Gegenteil», sagt Claude Wyler, Co-Präsident des WWF Region Basel. Und auch Christof Wamister, Präsident des Basler Heimatschutzes, hält fest, dass es dem Heimatschutz nur um eine Optimierungseinsprache gehe.

Bloss ein kleiner Teil des für den Heimatschutz relevanten Geländes rund um den Margarethenstich liegt auf Basler Boden: Die Mauer, die den Hang gegen das Dorenbachviadukt abstützen soll. Genau um diese sorgt sich der Basler Heimatschutz. Gemäss Vorprojekt ist die Stützmauer eine mit Keramikplatten verkleidete Betonkonstruktion. Kostenpunkt: 900 000 Franken.

Dieser Preis sorgte in der Landratsdebatte im Februar mächtig für Diskussionen. Die Regierung versprach damals, nochmals mit dem Bund über die Mauer zu verhandeln. «Wir wollen verhindern, dass es aus Spargründen plötzlich bei einer riesigen Betonmauer bleibt», so Wamister.

Diese Befürchtung teilt man beim WWF. «Es gilt auch in einer Gesamtsicht eines erweiterten Landschaftsschutzes, dass die Mauer von hoher Qualität auszugestalten ist», schreibt dieser in seiner Einsprache. Sie sei «mit natürlichen ortsnahen Materialien oberflächlich zu verkleiden». Der Heimatschutz fordert, die Gestaltung gemäss Vorprojekt im Ausführungsprojekt festzuschreiben. Für die Verkleidung «sollten Steine oder Platten gewählt werden, welche der speziellen Situation zwischen Stadt und Kulturlandschaft Rechnung tragen».

17 Bäume sollen erhalten bleiben

Der WWF möchte weiter die Fällung von 17 Bäumen an der «städtebaulich wichtigen Allee» Margarethenstrasse verhindern, die im Zuge der Errichtung einer Haltestelle für Tram und Bus nach Behindertengleichstellungsgesetz nötig würde. «Wir sind überzeugt, dass sich eine behindertengerechte Combi-Haltestelle auch ohne Baumfällung realisieren lässt», sagt Wyler.

Schliesslich geht es dem WWF auch um die gefährdeten Schnecken, die wegen des Projekts umgesiedelt werden müssen: Die Ersatzstandorte sollen ins Inventar der geschützten Naturobjekte aufgenommen werden, so der WWF. Ausserdem fordert er regelmässige Erfolgskontrollen und die Definition von Massnahmen im Falle eines Misserfolgs.

Auch beim Baselbieter Heimatschutz, auf dessen Zuständigkeitsgebiet bis auf die Stützmauer ein Grossteil der geschützten Landschaft und Denkmäler liegt, war die Möglichkeit einer Einsprache Thema. Im Gegensatz zu den Basler Kollegen habe man sich aber dagegen entschieden, wie Präsident Ruedi Riesen sagt. «Für uns geht der öffentliche Verkehr vor. Ausserdem stört das Projekt das Gesamtensemble auf dem Margarethenhügel unseres Erachtens nicht wesentlich.»